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Jute-Tee – Die Wiederentdeckung einer Wunderpflanze

Jutebeutel als Tee?

Die Jutepflanze ist den meisten Menschen bekannt durch Produkte der Jutefaser, wie beispielsweise Jutebeutel oder Jutesäcke. Zurecht, denn die Jutefaser gehört nach Baumwolle zu den Spitzenreitern unter den nachwachsenden Rohstoffen. Aus der Rinde der Jutepflanze lassen sich lange, pflanzliche Bastfasern gewinnen. Bangladesch gehört nach Indien zu dem größten Juteproduzenten der Welt. Hier wir die goldene Faser (‚Shada Pat‘ auf Bengalisch) bereits seit Jahrhunderten kultiviert.

Die Wiederentdeckung der verborgenen Heilkraft von Jute

Spitze einer JutepflanzeNahezu in Vergessenheit geraten ist dabei die medizinische Wirkung der Juteblätter – fast nirgendwo in den traditionellen Anbaugebieten weltweit wird Jute noch für medizinische Zwecke verwendet. Bis jetzt. Seit einiger Zeit erlebt die Jutepflanze weltweit eine Art Wiederauferstehung.

Kaum einer weiß, dass die Blätter der jungen Jutepflanze nur so vor Mineralstoffen und Antioxidantien strotzen. Weltweit wurden in den traditionellen Anbaugebieten die Blätter der Jutepflanze jahrhundertelang als Medizin genutzt. Kräuterdoktoren nutzten die Blätter und die Aufgüsse präventiv und zur Behandlung verschiedenster Leiden. Im alten Ägypten nutzte Kleopatra der Legende nach Juteblätter und Juteaufgüsse für die Erhaltung ihres jugendlichen Aussehens. Weitere Informationen über Jute Tee erhalten Sie hier.

Was macht Jute-Tee so gesund?

Ein Blick in die gesundheitsaktiven Inhaltsstoffe der Juteblätter erklärt schnell, woher die gesundheitsfördernde Wirkung stammt. Durch eine unübertroffene Kombination von hoch angereicherten Mineralstoffen und Antioxidantien kann Jute-Tee einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit leisten.

Kalium

Jeder weiß, das Kalium unerlässlich für die Funktion unserer Körperzellen ist. Kaliummangel zählt zu den sogenannten Elektrolytstörungen, die mit verschiedenen Symptomen einhergeht wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Hauttrockenheit und Herz-Kreislaufschwächen. Zudem steuert Kalium gemeinsam mit Natrium den Wasserhaushalt unseres Körpers. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung beträgt der tägliche Kaliumbedarf eines Erwachsenen 4g. So ist eine ausreichende Versorgung mit Kalium für unseren Körper unerlässlich. Lebensmittel mit einem hohen Kaliumgehalt sind z.B. Erbsen (880mg/100g), Linsen (810mg/100g) oder Bananen (420mg/100).

Im Vergleich hierzu sind getrocknete Juteblätter ein wahres Superfood: mehr als 2000mg Kalium finden sich in 100g getrockneter Juteblätter. Solch hohe Kaliumgehalte sind in kaum einem anderen Lebensmittel enthalten und machen Juteblätter zum Super-Kalium-Lieferant.

Calcium

Kaum ein Mineralstoff ist so bekannt wie Calcium. Es ist wichtiger Baustoff für unsere Knochen, Haare und Zähne, unverzichtbar für die Muskel- und Nerventätigkeit sowie für die Abwehr von Entzündungen und Allergien. Bei Calciummangel kommt es schnell zu Muskelkrämpfen, Hautveränderungen, Knochenbrüchigkeit, Herzkreislaufbeschwerden und Erschöpfung. Der tägliche Bedarf eines Erwachsenen beträgt zwischen 1000 und 1200mg. Wichtige Calciumlieferanten sind z.B. Bohnen (113mg/100g), Milch (120mg/100g) oder Grünkohl (196,5 mg/100g).

Getrocknete Juteblätter spielen hier in einer ganz anderen Klasse: mit 1656 mg/100g enthalten Juteblätter 10mal so viel Calcium!

 Eisen

Eisen gehört zu den essentiellen Spurenelementen und spielt eine wichtige Rolle in lebenswichtigen Prozessen, insbesondere der Blutbildung. Ausreichende Eisenversorgung ist unabdingbar für eine starke und reibungslos funktionierende Blutbildung. Vor allem Frauen leiden sehr oft unter Eisenmangel aufgrund starker Regelblutung oder Schwangerschaft, aber auch Vegetarier und Veganer sind aufgrund Ihrer Ernährungsform mit Eisen unterversorgt. Für Frauen im gebärfähigen Alter wird eine tägliche Eisenzufuhr von 15mg empfohlen, für Schwangere 30mg und für Stillende 20mg. Die Empfehlung für Männer ab 19 Jahren beträgt 10mg pro Tag.

Bei Lebensmitteln mit mehr als 7 mg/100g spricht man von hohen Eisengehalten. Hierzu gehören Amarant (9,0mg/100g), Linsen (8,0mg/100g) oder Kürbiskerne (12,5mg/100g).

Kein Lebensmittel kommt allerdings an den unglaublichen Eisengehalt von getrockneten Juteblättern heran: mit mehr als 67mg/100g setzt Jute hier einen neuen Bestwert als Eisenlieferant.

Was ist sonst noch in Jute Tee

Zudem weisen Juteblätter einen sehr hohen Gehalt an der mehrfach ungesättigten Fettsäure alpha-Linolensäure (ALA) auf, welche zu den Omega-3-Fettsäuren zählt. Alpha-Linolensäure ist eine essentielle Fettsäure und kann vom menschlichen Organismus nicht selbst gebildet werden. Wird alpha-Linolensäure in genügend hohen Mengen aufgenommen, trägt dies zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei – der Richtwert für die Einstellung der positiven Wirkungen liegt hier bei 2g täglich. Zudem wird alpha-Linolensäure für die Bildung der Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure benötigt. In unserer alltäglichen Nahrung sind Omega-3-Fettsäuren extrem unterrepräsentiert, daher sind Produkte mit einem hohen Omega-3-Fettsäuregehalt besonders wertvoll.

Zubereitung von Jute Tee

Ähnlich wie bei grünem Tee hängt die Stärke, die Geschmacksintensität, die Bitterkeit und die für die Gesundheit wichtigen gelösten Inhaltsstoffe des Jute-Tees nicht nur von der Ziehzeit und der Dosierung ab, sondern auch von der Wassertemperatur des Aufgusses. Generell empfehlen wir kochend heißes Wasser auf ca. 80 °C abkühlen zu lassen oder alternativ mit einem Schuss kalten Wasser herunterzukühlen und für eine Tasse Jute-Tee einen gestrichenen Teelöffel zu übergießen. Die Ziehzeit beträgt zwischen 3 und 5 Minuten.


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