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Matcha der traditionelle japanische Tee

Matcha ist ein traditionelles Getränk und eine der ältesten Teesorten Japans. Kenner bezeichnen ihn als die Königin unter den grünen Tees. Er besteht aus sehr fein gemahlenen Teeblättern des Teestrauches mit dem Namen „camellia sinensis“.  Er hat eine sehr intensive grüne Farbe, die oft auch als giftgrün oder leuchtendgrün bezeichnet wird. Matcha ist kein geschützter Begriff und bedeutet: gemahlener grüner Tee.

Neben dem traditionell hergestellten Matcha bieten immer mehr Händler sogenanntes Grüntee Pulver an. Das Grünteepulver wird im Unterschied zu dem traditionellen Matcha aus dem kompletten Teeblatt hergestellt und enthält damit auch Blattstiele und Blattadern. Grünteepulver sind herber im Geschmack.

Match schmeckt nach „umami“

Der Geschmack wird von Teeliebhabern als leiblich süß beschreiben. Er soll an Frische, Reinheit und Klarheit erinnern. Der Geschmack von hochwertigem Matcha wird auch „umami“ genannt. Bei dem Matcha handelt es sich um eine besondere Teesorte. Die Preise für den Matcha Tee sind höher, als bei normalem grünen Tee.

Matcha werden sehr viele positive Eigenschaften zugeschrieben. Er sorgt für eine körperliche und geistige Wachheit und hilft den Köper gegen die sogenannten freien Radikalen zu schützen. Herkömmlicher Tee wird normalerweise mit heißem Wasser aufgegossen. Der so aufgegossene Tee ist nur ein Extrakt der Teeblätter. Nur ein Bruchteil der Wirkstoffe ist jedoch wasserlöslich und gelangen so in den Tee.  Im Gegensatz dazu gelangen beim Matcha alle Teile Wirkstoffe in den Tee, die bereits im Pulver enthalten sind.

Woher kommt Matcha

Die Zubereitung des Matcha wurde sehr wahrscheinlich im 6. Jahrhundert in China entwickelt. In der traditionellen Chinesischen Medizin werden die Heilkräuter normalerweise getrocknet und zu Pulver gemahlen. Von China aus gelangte der grüne Tee im 12 Jahrhundert nach Japan. Er von buddhistischen Mönchen nach Japan gebracht. Die Mönche in den buddhistischen Klostern tranken Matcha, um während der Meditation wach zu bleiben.

In China geriet er im Laufe der Zeit in Vergessenheit, während er in Japan durch die buddhistischen weiter hergestellt und getrunken wurde. Heute kommt der Matcha vorwiegend aus China und Japan.

Herstellung

Der für den Matcha Tee bestimmte Teeblätter wird von speziell vorbereiteten Teesträuchern geerntet. Vier Wochen vor der Ernte werden die Teesträucher beschattet, damit die Blätter ein dunkelgrünes Blatt entwickeln. Für die Beschattung wird der Teestrauch mit einem lichtundurchlässigen Netz bedeckt. Der Matcha wird in Japan aus den besten Sencha und Tencha Qualitäten hergestellt.

Halbschattentee

Bei dem Halbschatten werden die Teesträucher auf den Teefeldern für ca. 10 Tage mit einem schwarzen Netz abgedeckt, dass 50% des Lichtes durchlässt. Dadurch steigert die Pflanze die Wirkstoffproduktion und entwickelt das duftige Aroma.

Vollschattentee

Bei dem Vollschattentee sind die Netze noch dichter und lassen nur ca. 10% des Lichtes durch.

Der Herstellungsprozess

Nach der Ernte werden die dunkelgrünen Teeblätter für 1 bis 2 Minuten bei 100 Grad Celsius gedämpft. Anschließend werden sie für 6 bis 8 Minuten bei 60 bis 80 Grad Celsius getrocknet. Danach werden die Blätter werden gebrochen. Dadurch können sich Stängel und Blattadern vom Blattgewebe lösen. Die Stängel und Blattadern werden anschließend vom Blattgewebe getrennt und entfernt. Das Ergebnis ist der Aracha Tee.

Der Aracha Tee wird anschließend auf langsam laufenden Steinmühlen zu sehr feinem Pulver zermahlen. Dabei werden auf einer Steinmühle ca. 30 kg pro Stunde gemahlen. Das Matcha Pulver darf nicht wärmer als 40 Grad werden.

Anschließen wird der Matcha in Dosen luftdicht verpackt, damit er mit dem Sauerstoff der Luft nicht oxidieren kann. Der Matcha reift in der Verpackung für etwa 3 bis 4 Monate nach, bevor er seine volle Reife erzielt.

Matcha ist im Trend

Fast könnte man behaupten, dass die Tee Szene in Aufregung ist, da der beliebte japanische Matcha in Deutschland immer beliebter wird. Für einige ist er eine Alternative zu den bekannten koffeinhaltigen Dosengetränken. Für andere ist er eine wichtige Ergänzung der veganen Ernährung. Vegetarische Köche nutzen den Matcha genau so oft, wie die bekannten Fernsehköche. Und als Nachtisch gibt es das berühmte grüne Eis, das natürlich mit Matchapulver hergestellt wurde.

Studenten im Lernstress greifen gerne zum Matcha, der er das enthaltene Koffein gleichmäßiger über die Zeit verteilt an den Körper abgibt, als zum Beispiel Kaffee. Eine Methode, die bereits japanische Mönche kannten, damit sie beim langen Meditieren wach blieben. Und dann gibt es ja noch die grünen Smoothies mit Matcha, die inzwischen überall angeboten wurden. Sogar einige der bekannten Kaffeeshops haben den Matcha in ihr Programm aufgenommen.

Woran erkennt man einen guten Matcha

Das Matchapulver hat gegenüber dem normalen Tee eine sehr große Oberfläche. Aus diesem Grund ist Matcha sehr empfindlich gegenüber von Oxidationen. Gerät Matcha in Kontakt mit Sauerstoff, dann verliert er sehr schnell an Qualität. Einmal geöffneter Matcha Tee sollte deshalb auch schnell verbraucht werden. In einer luftdichten Verpackung und im Kühlschrank aufbewahrt, hält sich der Matcha länger.

Geschmacksunterschiede beim Matcha ergeben sich durch den Pflückzeitpunkt und das Anbaugebiet aus dem die Teeblätter stammen. Nicht jeder grüne Tee ist für die Herstellung von Matcha geeignet.

Neben dem traditionell hergestellten Matcha gibt es auch das Grünteepulver, das aus dem kompletten Blatt, inklusive Blattstiel und Blattadern hergestellt wird. Das Grünteepulver ist eine preiswertere Alternative zum Matcha, schmeckt aber herber und kommt nicht an die Qualität des Matcha Pulver heran.

Seit dem Reaktorunglück im Jahr 2011 war die bange Frage der Liebhaber des Matcha, ob dieser frei von Radioaktiven Stoffen ist. Man kann davon ausgehen, dass die Produkte, die heute in Deutschland angeboten wird, frei von radioaktiven Stoffen ist.

Inhaltsstoffe

Matcha enthält einige Wirkstoffe, die für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen von Bedeutung sind. Im Einzelnen sind dies:

Aminosäuren

Bei dem L-Theanin handelt es sich um eine Aminosäure, die ausschließlich in grünen Tee enthalten ist. L-Theanin wirkt beruhigend und entspannend auf den Körper und wirkt dem Koffein (Thein), das im Matcha enthalten ist, entgegen.

Antioxidantien

Antioxidantien sind Stoffe, die eine unerwünschte Oxidation, d.h. eine Verbindung von Sauerstoff mit anderen Atomen, verhindern können. Sie werden deshalb auch als Radikalenfänger bezeichnet. Zu den Wirkstoffen, die die Oxidation verhindern können gehören die Vitamine C, E, das Provitamin A, Selen und sekundäre Pflanzenstoffe.

Freie Radikale entstehen beim Stoffwechsel als Nebenprodukt, durch einseitige Ernährung, Schlafmangel, Umweltgifte, Alkohol, UV-Bestrahlung, Drogenkonsum und Stress. Die freien Radikalen können Körperzellen angreifen und sie beschädigen.  Sie fördern Krankheiten wie Krebs, Arthritis, Arteriosklerose und Herzleiden und beschleunigen den Alterdprozess.

Im Matcha befindet sich Tee-Katechine und ganz besonders EGCG (Epigallocatechingallat).  Dieses Antioxidans macht etwa ein Drittel der Trockenmasse des grünen Tees aus. Im schwarzen Tee ist der Anteil wesentlich geringer. EGCG werden eine Reihe von positiven Eigenschaften zugeschrieben. Der Anteil von EGCG im Matcha in wesentlich höher als der Anteil von EGCG im grünen Tee. Im Matcha sind etwa 70 mg EGCG pro Gramm enthalten.

Matcha hat 10 bis 15mal mehr Wirkstoffe als die anderen Teesorten Er hat weit über 100mal mehr EGCG-Katechine als der grüne Tee. Die Katechnie stärken das Immunsystem und regen den Stoffwechsel an. Dabei helfen Sie, die Cholesterinwerte und die Blutzuckerwerte zu senken. In weiteren Studien werden dem Matcha ebenfalls vorbeugende Wirkungen gegen Kreis zugesagt.

ORAC Werte

Mit dem ORAC Wert misst man das Potential von Antioxidantien in Lebensmittel und Getränken. Je höher dieser Wert ist, desto wirkungsvoller wird das Lebensmittel oder Getränk eingeschätzt. ORAC steht für die Abkürzung Oxygen Radical Absorbing Cpacity, also der Fähigkeit zum Abfangen von Sauerstoffradikalen. Bei der Messung dient das Vitamin E als Referenz. Weitere Erläuterungen zu dem ORAC Wert finden sich bei Wikipedia. Die Angaben zu ORAC Werten im Internet ist zum Teil widersprüchlich, deswegen haben wir auf weitere Angaben dazu verzichtet.

Thein / Koffein

Das Koffein ist verantwortlich für die belebende Wirkung. Das im Matcha enthaltene Koffein wird im Darm vom Körper aufgenommen. Seine Wirkung hält über einen längeren Zeitraum an, da es gleichmäßiger vom Körper aufgenommen wird. Mit einer Tasse nimmt man etwa die gleiche Menge an Koffein auf, wie bei einem Espresso. Das Koffein im Matcha ist aufgrund der Wechselwirkung mit anderen Inhaltsstoffen viel verträglicher.

Mineralstoffe

Die wichtigsten Mineralstoffe sind Calcium, Eisen und Kalium,

Vitamine

Die folgenden Vitamine findet man: Vitamin A (Beta Karotin), B1, B2 und B3 (Niacin) und Vitamin K

Nährstoffgehalt im Vergleich

In der folgenden Tabelle wird der Nährstoffgehalt von Matcha, grünem Tee und Kaffee miteinander verglichen. Als Basis werden jeweils 100 Gramm angenommen. Die Werte werden im Einzelfall von den Angaben in der Tabelle abweichen.

Inhaltsstoffe pro 100 GrammMatchgrüner TeeKaffee
Kaffein3,5 g0,2 g0,6 g
Polyphenol (Tannin)10 g0,7 g2,5 g
Proteine27 g2 g2 g
Ballaststoffe31 g--
Calcium328 mg30 mg20 mg
Kalium2 g0,27 g-
Vitamin A30 mg--
Vitamin C185 mg60 mg-
Provitamin A30 mg--

Zubereitung von Matcha

Für die Zubereitung nimmt man etwa einen gestrichenen Teelöffel oder 1 bis 2 Bambus Spatelspitzen Matchapulver. Das sind ca. ein bis zwei Gramm für eine Tasse Tee.  Nachdem der Tee aus dem Teebehälter entnommen wurde muss dieser wieder luftdicht verschlossen werden. Das Pulver ist an einem kühlen Ort zu lagern.

Für die Zubereitung nimmt man 80-100 ml Wasser. Damit sich der Geschmack des Matcha Tees voll entwickeln kann, sollte das Wasser nicht zu hart sein. D.h. der Kalk und Mineralanteil im Wasser sollte nicht zu hoch sein.  Das Wasser wird aufgekocht und anschließend lässt man das Wasser auf 70 bis 80 Grad abkühlen. Das Wasser wird dann auf das Matcha Pulver gegossen.

Mit dem Bambusbesen, dem Chasen wird das Pulver solange aufgeschlagen, bis ein feiner Schaum entsteht an der Oberfläche entsteht. Der Besen ist dabei locker aus dem Handgelenk zu bewegen. Dabei sollten keine kreisenden Bewegungen gemacht werden. Je höher und fester der Schaum wird, desto besser ist der Tee gelungen.

Anstelle des Bambusbesens, dem Chasen kann man auch einen kleinen Schneebesen nehmen. Ganz bequeme können für die Zubereitung des Matcha auch einen Milchaufschäumer nehmen. Oder einen Mixbecher, wie er für die Zubereitung von Cocktails genommen wird. Aber ein echter Matcha Kenner würde das sicher nicht machen.

Der Matchatee wird dann aus der Schale getrunken. Man schlürft ihn durch den Schaum, der beim Schlagen entstanden ist.

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