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Ostfriesentee – eine Mischung original aus dem hohen Norden

Die Ostfriesen und ihr Tee – eine Liebe so heiß und so innig wie die von Berufsfriese Otto Waalkes zu seinen Ottifanten. Ob der blonde Blödelbarde aus Emden der Teesucht gebauso verfallen ist wie seine Landsleute, ist nicht bekannte. Fest steht: Ostfriesen gehören zu den Weltmeistern im Teetrinken, gleich nach den Iren: Pro Kopf soll ein Ostfriese während seines Lebens im Schnitt 300.000 Tassen des braunen Goldes durch die durstige Kehle rinnen lassen.

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ostfriesische Mischung

Original Ostfriesentee, der offiziell diesen Namen trägt, darf nur innerhalb der regionalen Grenzen dieser nordwestdeutschen Landschaft produziert werden, alle anderen laufen unter der Bezeichnung „ostfriesische Mischung“. Im wesentlichen besteht ein echter Tee aus Ostfriesland aus Abmischungen von Assam-, Ceyon- und Darjeeling-Tees und Sorten aus anderen Tee-Anbaugebieten, bei einigen Mischungen bis zu zehn.

Alle ostfriesischen Teeproduzenten haben ihre eigenen Firmengeheimnisse, was die „richtige“ Zusammensetzung betrifft. Die vier bekanntesten haben ihren Sitz in Aurich, Emden, Leer und Norden. Nicht alle sind über Ostfrieslands Grenzen hinaus bekannt, und alle bieten heute auch Teebeutel an, als Tassen- oder als Kannenbeutel. Denn auch die als eher behäbig bekannten Ostfriesen und die Freunde ostfriesischer Teekultur haben es heute eilig und nicht immer Zeit für die berühmte ostfriesische Teezeremonie.

Ostfriesentee auch zu Hause genießen

Wer Tee aus Ostfriesland stilecht genießen will, kann das vor Ort in einer ostfriesischen Teestube tun oder auch zu Hause. Dazu braucht es allerdings das richtige Zubehör. Neben dem Tee und dem Teegeschirr gehören dazu Kandis, die berühmten „Kluntjes“ und frische Sahne. Ganz wichtig: Immer erst die Kluntjes in die Tasse geben, dann mit frisch gebrühtem heißem Tee aufgießen und zum Schluss vorsichtig „ein Wölkchen“ Sahne am Tassenrand in den Tee hinein gleiten lassen.

Wer es ganz besonders genau nimmt, bereitet den Tee in einer Kanne zu, läßt ihn dort ziehen und gießt ihn anschließend in eine vorgewärmte Servierkanne um. Das kann eine spezielle Tee-Isolierkanne sein oder – ganz traditionsbewusst – eine schöne ostfriesische Teekanne aus Porzellan mit dazu gehörigem Stövchen und passenden Teetassen. Beliebt sind Teegeschirre mit dem berühmten blauweißen Zwiebelmuster oder der ostfriesischen Rose. Dazu werden spezielle Zuckerzangen für die Kluntjes und Teelöffel gereicht.

Wer sich intensiver über die Geschichte und Tradition der ostfriesischen Teekultur kundig machen will, kann das ausgiebig im Ostfriesischen Teemuseum in Norden, der ältesten Stadt in Ostfriesland, tun. In dem Gebäude direkt am Markt erfährt der Teefreund auch Wissenswertes über die Kunst des Teetrinkens in anderen Ländern und Kulturen und kann kostbares Tee-Porzellan aus aller Welt begutachten. Eine original ostfriesische Teezeremonie mit Verkostung gehört natürlich auch dazu.


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