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Spitzwegerich Tee 

Der Spitzwegerich (lateinischer Name: Plantago lanceolata) zählt zu der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist eine Heilpflanze, die ganz unscheinbar am Wegesrand wächst. Wahrscheinlich hat sie jeder, beim Spazierengehen in der Natur, schon einmal gesehen. Man findet die Pflanze ist ganz Europa. Auch in Nordafrika, Nord-und Mittelasien ist sie heimisch. In Amerika und Australien wurde sie eingebürgert.

Schon die alten Germanen haben die Heilkraft des Spitzwegerichs früh erkannt und selbst Paracelsus hat die Pflanze als heilend erwähnt. Man hat einige Blätter des Wegerichs in die Schuhe gelegt, was eine Wohltat für die Füße ist. In späteren Ausgrabungen hat man Pflanzen und Pollenreste gefunden, die den Beweis erbrachte, dass die Pflanze schon über Jahrhunderten den Menschen bekannt war. Heute werden von der Wissenschaft die unterschiedlichen Heilstoffe der Pflanze bestätigt. Von der Antike bis zur Neuzeit schätzte man den Spitzwegerich zur Behandlung von Wunden, Insektenstichen, Tierbissen, Zahn-und Ohrenschmerzen und Erkältungssymtomen im Mundraum.

Die volkstümlichen Namen des Spitzwegerichs

spitzwegerich-tee-pflanzeDen Spitzwegerich kennt man auch noch unter den volkstümlichen Namen, wie Heilwegerich, Heufressa, Hundsrippen, Lägenblatt, Lämmerzunge, Lungenblattl, Rippenkraut, Schafzunge, Schlangenzunge, Spießkraut, Spitzfederich, Spitz-Wegeblatt, Wegbreite, Wegreich und Wegtritt. Die bevorzugten Standorte des Spitzwegerichs sind trockene Wiesen, Felder, auch auf Schuttplätzen und natürlich an Wegrändern ist er zu finden. Es wird angenommen, dass der Name „Wegerich“ aus dem althochdeutschen Wort „rich“, stammt, was König bedeutet, und somit den König des Weges darstellt.

Die Spitzwegerich Pflanze

Der Spitzwegerich ist eine weit verbreitete, mehrjährige Pflanze. Es handelt sich um eine Pflanze, mit bis zu 20 bis 40 cm langen, lanzettlichen Blättern. Die lanzenähnliche Form der Blätter gab der Pflanze den lateinischen Namen „lanceola“ was kleine Lanze bedeutet. Aus den grundsätzlichen Blattrosetten treiben aufrechte Stängel, die 10 bis 40 cm hoch werden. Die Pflanze trägt unscheinbare, braune Blüten, die am Ende des Stängels in Walzenförmigen Ähren stehen. Unterhalb der Blüten befinden sich auffallende, abstehende, weißliche Staubblätter. Die Blätter des Spitzwegerichs sind hell-bis graugrün und nur wenig behaart. Der Geschmack von Spitzwegerich ist schleimig, salzig und etwas bitter. Die Pflanze ist geruchlos.

Was steckt im Spitzwegerich als Heilmittel?

Im oberirdischen Teil, des Spitzwegerichkrautes ( Plantaginisspitzwegerich lanceolatae herba) findet man diese Wirkstoffe. Iridoidglykoside, Phenylethanoide, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Flavonoide und Kaffeesäurederivate. Diese Inhaltsstoffe wirken: gegen Bakterien(antibakteriell),  adstringierend,(zusammenziehend auf die Schleimhäute) reizmildernd, entzündungshemmend, wundheilungsfördernd, Entzündungen im Mund und Rachenraum und bei Katarren der Luftwege bei trockenem Husten, bei Wunden, Insektenstichen und Entzündungen der Haut. Auch blutdrucksenkend, bronchienerweiternd, leicht abführend soll die Wirkung der Heilpflanze sein.

Zu medizinischen Zwecken werden die oberirdischen Pflanzenteile in der Blütezeit geerntet, die man entweder frisch oder getrocknet verarbeitet. Der Spitzwegerich( Plantago lanceolata) ist ein natürliches Antibakterium. Durch seine antibiotische Wirkung gehört er zu den meist eingesetzten Heilpflanzen. Diese antibiotische Wirkung ist sogar wissenschaftlich bewiesen und auf die in dem Spitzwegerich enthaltenen sekundären Pflanzenstoff Aucubin zurückzuführen.

Der Spitzwegerich wirkt besonders bei Husten, Lungen und Bronchialleiden. Besonders gut eignet er sich als Hustentee. Seine positive Auswirkung ist weithin bekannt. Das Kraut kann aber auch zerkaut  auf frische Wunden gelegt werden, wo es dank seiner antibiotischen Wirkung problemlos gegen eine Infektion hilft. Man kann auch den Sitzwegerich selbst sammeln. Die Blätter werden bis Ende September gesammelt und als Teekräuter getrocknet. Am besten nimmt man die Blätter aus der Pflanzenmitte, da diese die höchsten Wirkstoffe enthalten. Der Spitzwegerich ist im Jahr 2014 als Arzneipflanze des Jahres gewählt worden.

Grundrezept für den Spitzwegerichtee

Man übergießt zwei Teelöffel getrocknete Spitzwegerichblätter mit einem viertel Liter kochendem Wasser und lässt den Tee zehn Min. ziehen. Danach den Tee abseihen. Es wird empfohlen, bei Atembeschwerden bis zu drei Tassen täglich frisch zubereiteten Tee mit einem Teelöffel Honig zu trinken. Es gibt die Blätter in der Apotheke oder im Reformhaus, oder schon fertig als Aufgussbeutel zu kaufen.

 


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