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Wie der Kombucha nach Deutschland kam

Den Kombucha Tee Pilz kannten schon die Chinesen während der Han-Dynastie (206 vor Christi – 220 nach Christi). Sie verwendeten ihn als Heilmittel.

Für den Kombucha Tee Pilz gibt es noch andere Namen: indischer Tee oder Wein Pilz, Gichtqualle, Japanische Mütterchen, Mo-Gu, Hong Russische Qualle, Wolgameduse und Zauberpilz.

Wie der Pilz zu seinem Namen kam.

Hier die Geschichte, die man sich in Japan erzählt. Ein koreanischer Wanderarzt namens Kombu kam zum japanischen Kaiser Inkyo der unter starken Magenschmerzen litt. Kombu konnte ihn mit Hilfe des Teepilzes kurieren. Als Dank dafür nannte ihn der Kaiser „Tscha des Kombu“ was so viel heißt wie Tee des Kombu. Daraus wurde dann der Name Kombucha.

Eine andere Geschichte erzählt man in Russland.

In Russland wurde schon immer sehr viel Tee getrunken. Aber der schwarze Tee war den armen Leuten zu teuer. Darum breiteten sich viele Leute einen Tee aus einer Baum Alge, die Laminaria japonica. Der japanische Name heißt Conbu und Tscha für den Tee. Draus entstand Kombucha.

Durch einen Zufall kamen Pilze und Bakterien in den Tee und vergoren. Dadurch entstand ein völlig neues Getränk, das erfrischend und durststillend war, der Kombucha Trank.

Kon-Pu-cha nennt man ihn in Taiwan. Das heißt: „Leben-das-aus-dem Meer-stieg“ – Tee.

Kombucha Tee ist ein Energietrank, Entschlackungshilfe und Schönheitsgetränk in einem. Es bringt den Stoffwechsel auf Trab und stärkt das Immunsystem.

Kombucha Tee ist auch bei uns sehr bekannt. Er wurde zum ersten Mal Anfang des 20. Jahrhunderts im Baltikum erwähnt. Dort verwendeten die ärmeren Leute den Pilz gegen alle möglichen Krankheiten. Vom Osten her kam er in den 20zigern nach Ungarn und den slawischen Ländern und schließlich auch nach Deutschland.

In den fünfziger Jahren war Kombucha das Getränk der feinen italienischen Gesellschaft. Man trank ihn als Aperitif und Sommertrank. Bald darauf wurde er auch in Spanien und Frankreich getrunken. In Deutschland pflegten nur ein paar Naturheilkundler die Kombucha Kultur. Ansonsten war er in Vergessenheit geraten.

Dr. Rudolf Sklenar aus Lich

Erst später entdeckte der Arzt, Dr. Rudolf Sklenar aus Lich in Oberhessen, den Heiltrank wieder. Er hatte als Truppenarzt in Russland bei den einheimischen Bauern Kombucha als Heilmittel kennengelernt.

Nach dem Krieg führte er einige Studien durch und veröffentlichte sie in den 60zigern. Dr. Sklenar trug erheblich zur Verbreitung des Kombucha bei. Er empfahl den Kombucha Tee gegen verschiedene Stoffwechselerkrankungen. Dazu gehören Magen-Darm, Gicht, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck und Rheuma.

Am Anfang hielt man Kombucha für einen Schwamm, weil er so aussah und aus dem Meer stammt. Sie ist aber weder ein Schwamm, noch eine Flechte. Die Biologen verstehen unter einer Flechte eine Gemeinschaft aus Pilzen und Meeresalgen. Man spricht auch von einer Symbiose, weil beide ohne die Gemeinschaft nicht überleben können. Der Pilz bietet der Alge ein Mini-Meerwasseraquarium, in dem sie alles findet, was sie braucht. Nämlich Salzwasser und Mineralstoffe. Umgekehrt versorgt die Alge den Pilz mit Nährstoffen.

Der Kombucha Pilz ist rund und flach. Er ist eine Gemeinschaft aus Bakterien und Hefezellen. Die Hefe vergärt den Zucker zu Alkohol und Kohlendioxid. Die Bakterien verarbeiten den Alkohol und es entstehen Säuren, vor allem Essigsäure. Durch diese Gärung können Krankheitserreger nicht überleben.

Die Scheiben des Kombucha Tee Pilzes sind quallenartig und bestehen aus Zellulose. Der Tee Pilz ist ständig am Wachsen und somit quasi unsterblich.


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