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Zubereitung von grünem Tee

Für die Zubereitung von grünem Tee sind vor allem die nachfolgend beschriebenen Faktoren ausschlaggeben. Die richtige Dosierung, das richtige Wasser und das aufbrühen des grünen Tees.

Der allerwichtigste Faktor dabei ist allerdings die Qualität des Tees. Die falsche Zubereitung lässt ihn fade oder bitter schmecken.

Zum richtigen Genuss des grünen Tees gehört aber noch mehr, die Umgebung und die Menschen mit denen man den Tee trinkt, Die Zeremonie der Teezubereitung und natürlich auch das richtige Teeservice, nämlich die Teetassen und die Teekanne.

Dosierung von grünem Tee

Natürlich ist es auch vom einzelnen abhängig, ob er den Tee lieber stärker oder schwächer im Geschmack zubereiten möchte. Normalerweise geht man davon aus, dass man pro Tasse etwa einen Teelöffel mit frischen grünen Teeblättern nehmen sollte.

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Auf einen Liter Wasser nimmt man das ca. 12 Gramm grünen Tee. Man kann den Tee auch abwiegen, oder ca. 3 bis 4 Teelöffel mit grünem Tee nehmen. Das sind natürlich nur grobe Richtwerte, die abhängig vom eigenen Geschmack und den verwendeten Teesorten variieren kann.

Die Blätter des grünen Tees sollten zuerst mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden, um eventuell vorhandenen Schmutz abzuwaschen.

Grüner Tee und Wasser

Idealerweise würde man reines Quellwasser aus den Bergen Japans oder Chinas für die Zubereitung von frischem Tee nehmen. Das steht uns leider in den allerwenigsten Fällen zur Verfügung.

Für die Zubereitung von Tee sollte möglichst weiches Wasser verwendet werden (bis zu einem Härtegrad von 10). Das Wasser sollte wenig Kalk und Chlor enthalten, damit sich das Aroma des grünen Tee voll entfalten kann.

Wasserfilter können die Qualität des grünen Tee wesentlich verbessern. Wir selbst haben gute Erfahrungen mit den handelsüblichen Wasserfiltern gemacht.

Schwarzer Tee sollte heißer aufgebrüht werden, damit er sein volles Aroma entfalten kann. Der grüne Tee liebt es nicht ganz so heiß. Das Teewasser kocht man auf und lässt es dann auf eine Temperatur von 70 bis 90 Grad abkühlen. Bei feineren Teesorten sollte man das Wasser auf 70 Grad abkühlen lassen.

Ist das Wasser zu heiß, dann zersetzen sich die Wirkstoffe und der Tee schmeckt bitter. Ist das Wasser zu kalt (weniger als 50 Grad), dann können wertvolle Inhaltsstoffe des Tees beim Aufguss nicht gelöst werden.

Schütten Sie niemals kochendes Wasser über den grünen Tee. Kochendes Wasser braucht ca. 10 Minuten um auf 80-90 Grad abzukühlen und ca. 20 Minuten um auf ca. 70 Grad abzukühlen.

Grünen Tee aufgießen

Eine der Zubereitungsarten besteht darin, dass man den grünen Tee mit heißem Wasser übergießt und ihn 30 bis 60 Sekunden ziehen lässt. Dieser erste Aufguss wird anschließend weggeschüttet. Der Tee wird (so nennt der Fachmann das) gewaschen oder geöffnet.

Den zweiten Aufguss sollte man 3 Minuten ziehen lassen, bevor man ihn trinkt. Der zweite Aufguss hat jetzt weniger Koffein / Tein. Dafür ist er aber magenfreundlicher und wirkt beruhigend. Ein guter Tipp, wenn man vor dem zu Bett gehen Tee trinken möchte.

Grünen Tee mit frischen Blättern kann man bis zu dreimal aufgießen. Soll der grüne Tee anregend sein, dann lässt man ihn beim ersten Aufguss 60 bis 90 Sekunden ziehen und trinkt ihn gleich.

Grüner Tee braucht nicht so lange zu ziehen, wie schwarzer Tee. Beim grünen Tee können die Inhaltsstoffe schneller ins heiße Wasser übergehen. Die genauen Ziehzeiten sind natürlich abhängig vom eigenen Geschmack, der gewünschten Wirkung des grünen Tee und den verschiedenen Teesorten.

Die Teekanne und Teetasse sollte man immer vorwärmen. Dazu kann man heißes Wasser in die Teekanne und die Teetasse gießen.

Zubereitung in einer kleinen Teekanne

Beim Sencha Tee füllen Sie eine kleine Teekanne zur Hälfte mit Tee auf. Dann gießen Sie den Tee mit heißem Wasser auf und lassen den Tee 3 Minuten ziehen.

Die Teeblätter bleiben in der Teekanne. Wird der Tee zu herb, dann wird heißes Wasser nachgefüllt. Die Japaner nutzen spezielle Sencha Kannen und kleine Teeschalen, in die der Sencha nach dem Ziehen komplett abgegossen wird.

Zubereitung mit zwei Teekannen

In der ersten Teekanne wird der grüne Tee eingefüllt und mit heißem Wasser übergossen. Nach dem Ziehen füllt man den Tee in die zweite vorgewärmte Teekanne komplett um.

In der ersten Kanne kann man jetzt den grünen Tee ein zweites oder drittes Mal aufgießen. Beim zweiten und dritten Aufguss sollte man den Tee etwas kürzer und bei dem vierten Aufguss den Tee wieder etwas länger ziehen lassen.

Zubereitung von grünem Tee mit kaltem Wasser

Der grüne Tee wird in einem Gefäß mit kaltem Wasser aufgegossen. Das Gefäß wird verschlossen und sollte ca. 10 bis 12 Stunden im Kühlschrank ziehen (z.B. über Nacht). Durch den kalten Aufguss werden weniger Catechine aus den Blättern des grünen Tees herausgelöst. Die Aminosäuren und Koffein werden, bedingt durch die lange Ziehzeit herausgelöst. Durch den kalten und langen Aufguss wirkt der grüne Tee erfrischend.

 



Kommentare


Philomena Gowda 3. Februar 2017 um 12:48

Grüner-Tee-Polyphenole können helfen das Auftreten von mehreren chronischen Krankheiten, vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zu minimieren. Auch für vegetarische oder vegane Ernährung dient grüner Tee als ein sehr guter Mineralien- und Antioxidantien-Lieferant.

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manu 26. März 2013 um 16:43

hab heute nen kalten aufguss gemacht, wie schon öfters, dabei ist mir aufgefallen, dass die Stoffe aus dem Tee (zumindest die grünen, die man sehen kann) schwerer sind als wasser, hatte den teebeutel mit nem Löffel beschwert (ich weiss metall -.-), hab den Tee ca 18h lang im Kühlschrank ziehen lassen und am ende hab ich ihn dann in ne Tasse umgefüllt und in der Mikro(lol) auf ca 60C° erwärmt, es bildete sich leichter Schaum, nach 2 stück zucker bildete sich schaum oben drauf wie bei nem Cai-latte, schmeckt hammer, kann ich nur empfehlen…aber nächstesmal ohne löffel^^

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F. Chai 6. November 2012 um 12:10

Eine gute Anleitung mit guten Hinweisen. Fundiert und sachlich. Deckt sich sehr gut mit meinen Beaobachtungen.
Teils liest man im Netz sehr esoterische Abhandlungen von sog. Doktoren. Kinesiologische Tests zu Wässern und energetisierte Wasser und all der Humbug, mit dem versucht wird, Geld zu machen – von energetischem Teegenuss wird gar gesprochen …
Nicht so hier. Danke dafür.

Für besondere Tees ist sehr weiches Wasser essentiell und auch das Vermeiden von jeglichem Kontakt mit Metallen ist zu empfehelen. Gegebenfalls könnte man auf destilliertes oder deionisiertes Wasser aus der Drogerie zurückgreifen.
Wohl dem, der zu Hause seine Leitungsanschluß mit einem Umkehrosmosefilter aufgerüstet hat. Ein regelmäßiger Konsument hochwertiger Tees kommt damit auf Dauer günstiger davon. (Gesundheitlich braucht man sich wegen des Konsums des hochreinen Wassers keine Sorgen machen, da es ja mit Schwebstoffen, Mineralien und sonstigen Partikeln aus dem Tee angereichert wird – dies nebenbei gilt auch für Mischungen mit Fruchtsäften und Co).
Ich meine mich an eine Legende zu erinnern (jap. / chin.?) bei der eine alte Frau für Ihren grandios mundeneden Tee gelobt wurde. Das Geheimnis lag poetisch in der Verwendung von Schmelzwasser aus gesammeltem Schnee, welcher auf den ersten Blüten (Pflaume od. Kirsche?) liegen blieb. Solche Schneeschmelze, welche in den dünn besiedelten und kaum industrialisierten Bergregionen früher Epochen gewonnen wurde, muß sehr weiches und mineralarmes Wasser dargestellt haben.

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Christian Balser 11. Oktober 2012 um 14:39

Perfekt für den optimalen Teegenuss von Grüntee oder Oolong eignen sich die kleinen Teekännchen und Teeschalen aus Asien.

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judithtoeller 28. September 2012 um 19:35

mein grüner tee von DM besagt:mit kochendem wasser überbrühen/wegen der schadstoffe aus südamerika?dann bis zu 10 minuten ziehen lassen/sind nicht dann alle wirkstoffe verkocht??????????????

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admin 28. September 2012 um 20:42

Wenn es sich dabei wirklich um grünen Tee handelt, dann sollte das Wasser nicht kochen, sondern 60 – 70 Grad haben. Wenn der Tee aber erst nach dem übergießen mit heißem Wasser grün aussieht … ? Dann weiß ich auch nicht weiter ;-))

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Bildami 26. Juni 2012 um 18:17

Es ist sehr interessant zu erfahren, welche Variationsmöglichkeiten es bei der Zubereitung von Tee gibt. Seit vielen Jahren habe ich nur noch sporadisch Tee getrunken. – Mit den oben stehenden Tipps wird es sicherlich bald dazu kommen, Tee neu zu entdecken.

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Remo 19. Juni 2012 um 06:51

Ich hatte in Japan einmal die Gelegenheit in einer kleinen Teestube verschiedene Teesorten zu degustieren. Dabei wurde ein koreanischer Tee auch „kalt“ angerichtet. Ein kleines Sieb wurde mit Tee gefüllt und darauf ein Eiswürfel gelegt, der schmolz. Das Kraut wurde so langsam vom Wasser durchflossen. Das Resultat war ein sehr sanfter aber überraschend feiner Teegenuss.

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