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Ackerschachtelhalm Tee, blutreinigend + harntreibend

Der Ackerschachtelhalm Tee hat eine blutreinigende, blutstillende, harntreibende und entzündungshemmende Heilwirkung! Der Ackerschachtelhalm, auch Zinnkraut genannt, ist schon recht alt, er bedeckte vor etwas über 400 Millionen Jahren die Erdoberfläche. Damals war er noch 40 Meter hoch, heute schafft er es noch auf 40 cm.  Der Ackerschachtelhalm ist unverkennbar, denn seine Triebe wirken wie Tannenbäume, nur recht klein.

Die ausgewachsene Pflanze wurde früher gerne zum putzen von Metall verwendet. Deswegen wird sie auch Zinnkraut genannt. Aber Zinnkraut ist nur einer von vielen weiteren Namen für den Ackerschachtelhalm. Er wird auch  Pferdeschwanz, Katzenwedel, Kannenkraut, Reibisch und Bandwischkraut genannt.

Der Ackerschachtelhalm wächst in Europa und Nordasien auf Feldern, Äckern und Wiesen. Selbst an Wegrändern ist er zu finden. Sein botanischer Name lautet Equisetum arvense, was sich auf den Pflanzenstengel und den Acker, wo wer wächst, bezieht.

Wesentliche Bestandteile des Ackerschachtelhalmes sind: Kieselerde, Alkaloide, Saponine, Gerbstoffe, Flavonoide, Phytosterine, Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Mangan und Bitterstoffe.

Anwendungen von Ackerschachtelhalm Tee

Obwohl der  Ackerschachtelhalm als hartnäckiges Unkraut gilt, wird er von der Naturheilkunde sehr geschätzt. Er wurde schon im Altertum in der Pflanzenheilkunde eingesetzt und auch von Pfarrer Sebastian Kneipp empfohlen. Kneipp sagte, dass der Ackerschachtelhalm einzigartig und unersetzbar sei. Heut wird er vor allem für Rheuma, Gicht und die Wundheilung eingesetzt, obwohl er noch viel mehr kann.

Der Ackerschachtelhalm wird vor wegen seines hohen Gehaltes an Kieselsäure geschätzt. Ca. 10% der pflanzlichen Trockenmasse bestehen aus Kieselsäure. Unser Körper braucht Kieselerde

  • zum Aufbau unseres Bindegewebes und der Haut
  • für Sehnen und Bänder
  • für Knochen, Zähne und Nägel und Haare

Deswegen finden alle Menschen, die unter Bindegewebsschwäche leiden, die etwas für die etwas zur Stärkung ihrer Knochen und für die Elastizität ihrer Haut tun wollen, im Schachtelhalm Tee einen Helfer aus der Natur.

Weil der Ackerschachtelhalm Tee kräftigend wirkt, kann er vielseitig eingesetzt werden.

  • Der hohe Gehalt an Kalium regt die Nierentätigkeit an und fördert ebenso den Stoffwechselprozess.
  • Er kann auch bei Leiden der Harnwege getrunken werden. Er hat eine beruhigende Wirkung, lindert die Reizung der Harnwege und fördert die Harnausscheidung.
  • Bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich, bei Halsschmerzen, bei Husten und Bronchitis und bei Nebenhölenentzündungen kann der Tee zum Gurgeln benutzt werden.
  • bei schlaffem Bindegewebe kann er innerlich als Tee und äußerlich als Umschlag angewandt, das Bindegewebe stärken.
  • er hilft außerdem bei Schleimbeutelentzündungen und bei Knochenhautentzündungen. Er wird deshalb auch bei Verletzungen der Bänder und Sehnen und bei Knochenbrüchen empfohlen.

Wann sollte man auf den Ackerschachtelhalm Tee verzichten

Im Allgemeinen ist Ackerschachtelhalm Tee sehr gut verträglich, darf aber nicht bei eingeschränkter Nieren- oder Herztätigkeit eingesetzt werden.

Und da Ackerschachtelhalm einen hohen Kaliumgehalt aufweist, sollte man auch auf ihn verzichten, wenn man Beschwerden oder Krankheiten aufweist, bei denen Kalium eingeschränkt werden muss.

Zubereitung von Ackerschachtelhalm Tee

Für den Tee nimmt man ca. 5 Teelöffel Ackerschachtelhalmkraut auf einen halben Liter Wasser. Es ist wichtig, dass Sie den Tee aufkochen lassen, damit sich die Kieselsäure aus den Pflanzenteilen lösen kann. Anschließend sollten Sie den Tee ca. 30 Minuten ziehen lassen.

Es gibt auch noch die Möglichkeit, den Tee auf kaltes Wasser zu gebe und das Ganze 12 Stunden lang ziehen zu lassen.

Den Ackerschachtelhalm Tee trinkt man über den Tag verteilt, wobei 2-3 Tassen reichen. Den Tee kann man auch zur Stärkung des Bindegewebes, für Umschläge nutzen.

Ackerschachtelhalm Salbe

Möchte man Salbe zubereiten, nutzt man dafür 50 Gramm Eucerin Anhydricum, 40 ml Tee, Duftöl (nur einige Tropfen, damit die Salbe besser riecht) und 10 ml Johanniskrautöl. Nun kocht man einen Tee mit 100 ml Wasser, das für 15 Minuten.

Dazu schmilzt man das Eucerin in einem Wasserbad und gibt es dann mit einem Schneebesen in den Tee, ebenso das Johanniskrautöl und das Duftöl. Es wird so lange gerührt, bis eine Salbe entsteht. Diese lässt man erkalten, bevor man sie in Gefäße füllt, die verschließbar sind und in einem kühlen Raum lagern können.

Ackerschachtelhalm Tinktur

Bei Schweißfüßen setzt man eine Tinktur ein, die man auch 50 Gramm Ackerschachtelhalm und einem Liter Branntwein erstellt. Dieses muss aber 2-3 Wochen stehen, zwischendurch immer geschüttelt werden und dann kann man das Ganze absieben.


Bild: Ackerschachtelhalm ©emer, Fotolia