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Efeu wirkt lindernd bei Husten und Bronchialerkrankungen

Efeu ist Schleimlösend und wirkt lindernd, als Hustensaft oder Tee bei Husten und Bronchialerkrankungen. Der Efeu (Hedera helix) stammt aus der Familie der Araliengewächse-Araliaceae. Im volkstümlichen nennt man den Efeu: Adamsblätter, Eppich, Ewigheu, Hühneraugenkraut, Mauereppich, Wintergrün, Immergrün, Mauerpfau, Baumtod.  In der Heilkunde war der Efeu früher eine sehr wichtige und beliebte Heilpflanze, heutzutage spielt die Heilpflanze, wegen ihrer leichten Giftigkeit nur noch eine geringe Rolle in der Naturheilkunde.

Geschichten und Sagen um den Efeu.

Im alten Griechenland war der Efeu dem Gott Bacchus geweiht. Der Sage nach wurde er durch die schnellwachsenden Efeuranken vor den Blicken der rachsüchtigen Gattin des Zeus geschützt. Efeu wurde schon in der Heilkunde von Hippokrates und Dioskurides bei Durchfall, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen und Migräne als Heilmittel verwendet. Im alten Ägypten war Efeu dem Gott Osiris geweiht und galt als heilige Pflanze.

Der Efeu gilt auch als Symbol der Treue und Unsterblichkeit, weil er sich schlecht löst, wenn er irgendwo halt gefunden hat.  Am ersten Mai trugen die Mädchen einen Kranz aus Efeu, um den Geliebten herbeizulocken. Im Mittelalter setzte man Efeu häufig gegen Hühneraugen ein.

Die Pflanze

Efeu ist eine immergrüne Kletterpflanze und auch heute noch sehr beliebt. Man findet ihn an alten Mauern und Hauswänden, an denen er hochwächst und manchmal ganze Fassaden verziert, oder an Bäumen, deren Stämme teilweise sogar total von Efeu bedeckt sind. Wenn er nichts zum hochranken findet, kriecht er auch auf dem Boden. Der Efeu ist in West-, Mittel- und Südeuropa beheimatet. Nur der Norden bildet eine Efeu- freie Zone.

Die Blätter des Efeus sind auf der Oberseite grün und fühlen sich ledrig an. Ihre Form ist unterschiedlich, mal herzförmig, mal lanzettlich. Die Blüten sehen grünlich- gelb aus und ordnen sich in Dolden an und die Frucht ist eine kleine, kugelige schwarze Beere (Doch Vorsicht: Die Beeren sind für den Menschen giftig). Der Efeu blüht von September bis Dezember. Wild wächst er gern in Steinbrüchen oder Ruinen, aber auch in Wäldern oder auf Hölzern in Auen ist er anzutreffen. Häufig kommt er angepflanzt in Gärten und an Hauswänden vor. Solange der Efeu jung ist, wächst er langsam, wenn er aber Fuß gefasst hat, kann er Areale bedecken.

Wogegen hilft Efeu? Was bewirken die Inhalsstoffe?

Inhaltsstoffe: Saponine, Flavonoide, Polyine, ätherische Öle, Sterole, Triterpensaponine, Jod, Helexin, Hederin.

Die Saponine, vor allem das alpha-Hederin, regen im Magen die Bronchialschleimhaut dazu an, dünnflüssigen Schleim zu produzieren. Dadurch lässt sich das Sekret leichter abhusten. Das im Efeuextrakt enthaltene alpha- Hederin entspannt die Bronchialmuskulatur und entkrampft die Atemwege. Durch diesen Effekt gilt Efeu als pflanzliches Mittel gegen Husten, wenn dieser sehr verschleimt ist. Auch bei Keuchhusten werden Efeuextrakte oder Tees aus Efeu noch heute angewendet. Bis heute werden diese Wirkstoffe besonders in der Kinderheilkunde, gern eingesetzt. Aber bitte immer in Absprache mit einem Arzt oder Apotheker.

Äußerlich kann man den Efeu unbedenklich anwenden. Z. B. bei Wunden, Cellulitis, Geschwüren und Schmerzen eignet sich der Efeu gut in Form von Kompressen, Breiumschlägen oder Bäder.

Efeu Tee / Aufguss

Verwendet werden nur die Blätter, die man von Mai bis August sammeln kann. Diese werden, wie üblich sorgfältig getrocknet und für einen Aufguss noch etwas zerkleinert. Bei der innerlichen Einnahme von Efeu sollte man vorsichtig sein, wegen seiner starken Kräfte, und ihn nicht zu stark und zu lange einnehmen. Als Mischtee ist der Efeu weniger heikel, weil die Dosierung niedriger ist.

Am besten lässt man sich über Anwendung und Dosierung von Efeu Tees in der Apotheke beraten.