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Ehrenpreis Tee – auch Allerweltsheil genannt

Der Ehrenpreis Tee ist ein  Kräutertee, in Europa schon sehr lange bekannt ist. der schon im Mittelalter den Dem Ehrenpreis (Veronica officinalis) ist man sicherlich schon oft bei Spaziergängen im Wald oder an Wegrändern begegnet. Es ist ein zierliches, mit leuchtend blauen Blüten, anzusehendes Wildkraut. Schon im Mittelalter hatte der Ehrenpreis ein hohes Ansehen, durch den volkstümlichen Namen „Allerweltsheil“.

Unter weiteren Namen wie: Allerweltskraut, Frauenlist, Grindkräutl, Grundheil, Hühnerraute, Köhlerkraut, Veronika, Steh auf und geh weg, Sta-up un ga darvon, Viehkraut, Wald-Ehrenpreis, Wundheilkraut und Zittli ist der Ehrenpreis im volkstümlichen Sprachgebrauch noch bekannt.

Wo genau der Ehrenpreis herkommt, kann nicht genau bestimmt werden. Das Ursprungsgebiet soll aber zwischen dem östlichen Europa und Westasien liegen. Heute kann man die Pflanze wild in fast allen europäischen Ländern finden, sogar in vielen Regionen Nordamerikas hat sie sich ausgebreitet.

Die Pflanze

Es gibt weltweit mehr als 350 Arten vom Ehrenpreis: Großer Ehrenpreis( Veronica teucrium), Flacher Ehrenpreis( Veronica prostata), Ähriger Ehrenpreis( Veronica spicata), Langblättriger Ehrenpreis( Veronica longifolia) und persische Ehrenpreis( Veronica persica).

In der Natur findet man den echten Ehrenpreis an Wegrändern, auf trockenen Wiesen, auf Waldlichtungen und auf weiten Heideflächen. Der Ehrenpreis zählt zu der Familie der Wegerichgewächse.

Die Pflanze hat einen mehrjährigen, kriechenden Wurzelstock und treibt im Frühjahr harte, haarige Stängel aus, die ca. bis 30 cm hoch werden. Die Blätter sind gegenständlich angeordnet und haben weiche Haare. Meist blüht der echte Ehrenpreis von Anfang Juli bis Mitte September. Dann erscheinen die leuchtenden, hellblau- bis violetten Blüten. Jede Blüte hat vier Blütenblätter. Auch bei Gärtner ist der Ehrenpreis wegen seiner Blütenpracht, als Bodendecker, sehr beliebt.

Ehrenpreis Tee in Mythen und Sagen:

Wenn man um sein Haus Ehrenpreis stehen hat, soll man ihn nicht pflücken, weil er vor Gewittern und Blitzen schützt. Hat man schlimme Vorahnungen und kann an nichts mehr richtig denken, soll man einen Tee aus Ehrenpreis trinken. Ein volkstümlicher Spruch: „Trinkt Ehrenpreis und Bibernell- dann sterbst net so schnell“. Die alten Römer entdeckten den Ehrenpreis während ihrer Eroberungen in Nordeuropa. Kaiser Karl V. von Spanien soll angeblich seine Gicht damit behandelt haben.

Ehrenpreis Tee in der Heilkunde

Dass der Ehrenpreis schon im Mittelalter als Heilpflanze benutzt wurde und wesentlich mehr medizinische Bedeutung hatte als heute, erkennt man halt an den alten Namen „Allerweltsheil und Wunderheilkraut“.  Wenn man den Ehrenpreis als Heilkraut nutzt, wird er meist als Tee aufbereitet.  Wird der Ehrenpreis für heilkundliche Zwecke gebraucht sollte man ihn vor der Blütezeit (bis Ende Juni) ernten. Das Kraut soll im Schatten getrocknet werden.

Pfarrer Kneipp beschrieb den Ehrenpreis als Mittel gegen Schwindsucht und gegen Gicht. Maria Treben empfiehlt in ihren Büchern den Ehrenpreis zur Senkung des Cholesterinspiegels.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe im Ehrenpreis sind: Aucubin, Aucubinglykoside, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Gerbsäure, Harz, Iridoide, Kaffeesäurerverbindungen, Milchsäure, Saponine und ätherische Öle.

Heilende Eigenschaften des Ehrenpreis Tees

Man trinkt ihn bei Verdauungsproblemen, bei Bronchitis und festsitzender Husten, bei Magen- und Darmbeschwerden, bei Rheuma und Gicht. Der Ehrenpreis soll auch bei Migräne, oder seelischem Stress, heilende Wirkung haben.

Ehrenpreistee reinigt den Körper von innen heraus, führt Giftstoffe ab, hilft zu einem besseren Gedächtnis, hilft in Erkältungszeiten bei verschleimten Atemwegen, hilft bei einem zu hohen Cholesterinspiegel.

Ehrenpreis Tee

Um einen Tee aus Ehrenpreis herzustellen benötigt man:

  • Zwei bis drei Teelöffel getrocknetes Kraut
  • Diese werden mit ca. 250 ml heißem Wasser übergossen.
  • Den Sud lässt man dann für etwa 8 bis 10 Min. ziehen um ihn dann abzuseihen.

Den Tee sollte man dreimal täglich, am besten nach den Mahlzeiten trinken. Zu kaufen gibt es den Ehrenpreistee in Apotheken, im Kräuterfachhandel oder bei Amazon.

Ehrenpreis bei äußerlicher Anwendung:

Wenn man unter Fußschweiß leidet, kann man aus den Ehrenpreisblättern einen Absud kochen und als Fußbäder verwenden. Man gibt die Blätter in einen Liter kochendes Wasser, lässt sie fünf Min. ziehen, dann abseihen und gibt den Sud ins Fußbadewasser.

Auch bei chronischen Hautbeschwerden, wie z. B. Schuppenflechte, Ekzeme und Jucken der Haut, kann so ein Absud im Badewasser hilfreich sein.