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Majoran Tee hilft bei klimakterischen Beschwerden

Majoran Tee hilft bei klimakterischen Beschwerden und bei Diabetes. Der Majoran (Origanum majorana) gehört zu den Lippenblütlergewächse, genauso wie der Oregano (Oreganum vulgare L.). In den Mittelmeerländern wird oft kein Unterschied zwischen diesen Kräutern gemacht. Dieser undifferenzierte Gebrauch der Kräuter hat sich auch in manche Kochbücher geschlichen. Da kann man lesen, dass Majoran und Oregano schwer zu unterscheiden sind.

Es kann auch sein, dass gebräuchliche Synonyme wie der wilde Majoran für Oregano zur weiteren Verwirrungen beigetragen hat. Klar aber ist: Es gibt eindeutige und wesentlich Unterschiede zwischen den beiden Kräutern. Die Pflanze ist ein einjähriges, manchmal auch zweijähriges Kraut, mit einem geraden, verzweigten Stängel, der mit ovalen Blättern bewachsen ist. Kleine weiß-lila Blüten bilden dichte Trauben, die aus den Blattachseln wachsen. Der Majoran verströmt einen angenehmen Duft. Der Majoran ist ein aromatisches und vielseitiges Kraut, das oft unterschätzt wird. Majoran wird mittlerweile sogar als Medikament anerkannt.

Herkunft des Majoran

Ursprünglich stammt der Majoran aus Kleinasien, wurde aber schon vor sehr langer Zeit im Mittelmeerraum angesiedelt. Die Pflanze wurde schon von den alten Ägyptern, Griechen und Römern gezüchtet und verbreitete sich später durch die Kreuzzüge in ganz Europa. Heutzutage findet man den Majoran selbst angepflanzt in den heimischen Gärten. Der Majoran wird etwa 30 bis 50 cm hoch. Wenn sich die Köpfchen voll ausgebildet haben und kurz vor der Blüte stehen, kann zum ersten Mal geerntet werden. Kraut, Stängel, als auch die Blüte eignen sich zur Ernte. Eine zweite Ernte ist bei guten Bedingungen auch noch Ende August möglich. Ein leichtes Abklopfen zum Säubern vor dem Trocknen reicht aus. Man sollte auf keinen Fall das Kraut waschen. Wichtig ist eine gute luftige Trocknung. Das Trocknen ist abgeschlossen, wenn sich die Blätter und Blüten zwischen den Fingern zerreiben lassen.

Inhaltsstoffe im Majoran Tee

Auf der Liste der Inhaltsstoffe des Majorans findet man viel Bekanntes, für diejenigen, die sich etwas mit Kräutertees und ihren Wirkstoffen auskennen. Im Majoran enthalten sind Gerbstoff und- säure sowie ätherische Öle, Bitterstoffe, Geraniol, Saponine, Limonen und Menthol. Vitamin C und Zink sind dabei sogar noch eine besondere Zugabe an Inhaltsstoffen. Als weitere Inhaltsstoffe sind noch Flavonoide( Diosmetin, Luteolin, Thymonin), Kaffeesäurederivate( Rosmarinsäure), zu nennen. Triterpene(Ursol-,Oleanolsäure), Arbutin und Hydrochinon sind ebenfalls nachweisbar.

Majoran Tee Wirkung

Der Majoran Tee( gut für Frauen) wurde schon im Mittelalter bei klimakterischen Beschwerden, Regelstörungen oder zur Stärkung der weiblichen Unterleibsorgane eingesetzt. Die heilsame Wirkung bei Frauen mag auch mythologisch erklärbar sein: Denn Majoran galt bei den Griechen als Pflanze, die der Göttin Aphrodite( der Liebesgöttin) geweiht war. In der Volksmedizin wird Majorantee wegen seiner ätherischen Öle bei Erkältungskrankheiten, Blähungen oder bei Magen- und Darmstörungen eingenommen.

Da das Kraut auch als entschlackend gilt, kann es zur Anregung der Darmtätigkeit genommen werden. Majoran Tee ist auch ein gutes Mittel zur Kräftigung und Stärkung bei Rekonvaleszenten, fördert gesunden Schlaf und lindert trockenen Reizhusten. Der Majoran ist nicht nur ein altbewährtes Mittel. Japanische Forscher haben z. B. in alkoholischem Majoranextrakt ein Enzym entdeckt, das als alpha-Glukosidase für Diabetiker wichtig ist. An einer koreanischen Universität hat man herausgefunden, dass die Ursolsäure der Majoranblätter ein Acetylcholinesterase-Hemmer ist, der eines Tages bei der Alzheimererkrankung wertvolle Dienste leisten könnte.

Zubereitung des Majoran Tees.

Wer die vielfältigen Möglichkeiten des Majorantees ausprobieren möchte, der kann das folgende Rezept verwenden: ein bis zwei Teelöffel getrocknetes Majorankraut mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergießen, etwa fünf Min. abgedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Ein bis zweimal täglich den frisch zubereiteten Tee trinken. Am besten ist es, wenn man den Tee, wie bei einer Kur, bis zu drei Wochen regelmäßig trinkt.