Skip to main content

Tee für Babys

Das sollten Sie wissen Säuglinge haben einen vergleichsweise hohen Flüssigkeitsbedarf. Solange sie gestillt werden, wird dieser meist durch die Muttermilch ausreichend abgedeckt. Spätestens, wenn die Nahrung durch erste Breimahlzeiten ergänzt wird, benötigt das Kind aber zusätzlich zur Babynahrung ein Getränk, um seinen Durst zu stillen. Neben purem Wasser eignet sich dafür besonders ungesüßter Tee. Dieser schmeckt nicht nur gut, sondern kann auch dazu beitragen, verschiedene Beschwerden zu lindern.

Tee als gesunder Durstlöscher

In den ersten Wochen nach der Geburt wird ein Baby durch die Muttermilch mit allem versorgt, was es braucht. Sofern es nach Bedarf die Brust bekommt, wird es keinen Durst verspüren, zumal sich die Zusammensetzung der Milch den individuellen Bedürfnissen des Säuglings anpasst. Aber auch Flaschennahrung enthält zunächst ausreichend Flüssigkeit. Dennoch können Babys bereits ab Beginn des zweiten Monats daran gewöhnt werden, gelegentlich Tee aus einem Fläschchen zu trinken, da die Umstellung von der Mutterbrust auf einen Fläschchensauger nicht immer ganz einfach ist. So gelingt es dann problemlos, dem Kind Tee zu verabreichen, wenn dies aus gesundheitlichen Gründen notwendig ist. Auch als Ergänzung zur Beikost wird Tee dann gerne angenommen.

Meist können Babys ab einem Alter von vier Monaten langsam an festere Babynahrung wie Obst- oder Getreidebreie herangeführt werden, wie unter www.bambiona.de/thema/baby näher ausgeführt wird. Zusätzliche Gaben von Tee können dabei nicht nur die Verdauung regulieren, sondern auch verhindern, dass das Baby durstig wird. Besonders wichtig ist dies im Sommer, wenn aufgrund hoher Temperaturen ein gesteigerter Flüssigkeitsbedarf besteht.

Zum Einstieg eignen sich milde Kräutertees, insbesondere Fencheltee, den Babys aufgrund des leicht süßlichen Geschmacks mögen und der zudem Blähungen entgegenwirkt. Mit zunehmendem Alter können auch Hagebutten- und Früchtetee angeboten werden, da dieser erfrischend schmeckt und zusätzlich Vitamine enthält. Allerdings sollte das Kind wegen der darin enthaltenen Säure bereits an Obstmahlzeiten gewöhnt sind. Auch milder Roibuschtee eignet sich als Durstlöscher, da er ebenfalls von Natur aus süßlich schmeckt und viele Mineralstoffe enthält.

Tee bei Gesundheitsbeschwerden

Gerade, wenn ein Säugling an zusätzliche Babynahrung in Form von ersten Obst- und Gemüsemahlzeiten gewöhnt wird, können unangenehme Verdauungsbeschwerden auftreten. Aber auch noch voll gestillte Babys können unter schmerzhaften Bauchschmerzen leiden, da sich die Ernährung der Mutter auf die Verträglichkeit der Muttermilch auswirken kann. Verschiedene Kräutertees können in diesen Fällen beruhigend und ausgleichend auf die Verdauung wirken.

Neben Fencheltee eignet sich bei Verdauungsbeschwerden aufgrund von Blähungen auch Kümmeltee, der zusätzlich den Magen beruhigt. Kamillentee ist ebenfalls sehr magenfreundlich und wirkt außerdem entzündungshemmend. Falls das Baby unter Durchfall leidet, kann Salbeitee verabreicht werden. In diesem Fall ist es besonders wichtig, dass das Kind Flüssigkeit aufnimmt. Auf den bei älteren Kindern und Erwachsenen beliebten Pfefferminztee sollte jedoch verzichtet werden, da Babys und Kleinkinder die darin enthaltenen ätherischen Öle noch nicht vertragen. Außerdem ist es gerade in den ersten Lebensmonaten sinnvoll, keine Kräutermischungen zu verwenden, damit sich das Baby nach und nach an die einzelnen Teesorten gewöhnen kann.

Tipps für den Umgang mit Tee

Tee für Babys muss nicht teuer sein oder extra gekauft werden. Tatsächlich sind viele als Kindertees angebotene Produkte für Säuglinge sogar eher ungeeignet, da sie Zucker enthalten. Gerade im ersten Lebensjahr sollte der angebotene Tee jedoch grundsätzlich ungesüßt sein. Es ist aber sinnvoll, Tee in Bio-Qualität zu verwenden, um auszuschließen, dass Schadstoffe oder künstliche Aromen enthalten sind. Der Tee wird ganz normal aufgebrüht, wobei er nicht zu lange ziehen sollte.

Nachdem er auf ein Fläschchen gefüllt werden. Auch ungesüßte Tees enthalten Kohlenhydrate und mitunter auch Säuren, weshalb das Fläschchen nicht zum Einschlafen gegeben werden sollte. Karies an den ersten Zähnchen sowie Zahnfehlstellungen durch das Dauernuckeln am Fläschchensauger könnten sonst die Folge sein. Etwas ältere Babys, die bereits eine gewisse Fertigkeit im selbstständigen Essen haben, können den Tee deshalb auch in einer Trinklerntasse angeboten bekommen.