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Wermut Tee – bei Magen-und Darmbeschwerden. 

Der Wermut (lateinischer Name: Artemisia absinthium) ist in den trockenen Gebieten Europas und Asiens beheimatet. Er ist ein mehrjähriger Strauch, mit stark verzweigten Ästen und kann bis zu 1,20 Meter groß werden. Die Blütezeit ist von August bis September. Die Pflanze riecht sehr stark und würzig. Man findet den Wermut an Felshängen, auf trockenen Grasflächen, an Wegrainen, an Bach-und Flussufern, Weinbergen, Mauern und Burgruinen, an Straßenrändern und vielfach wird er angebaut. Gesammelt wird von Juli bis August. In der Naturheilkunde verwendet man die oberen, zarten Teile der Pflanze. Man kann die Blätter getrocknet, als auch frisch für den Wermut Tee verwenden.

Wermut als Heilmittel ist schon seit langem bekannt

Wermut ist für alles gut, meinte schon der altgriechische Arzt Hippokrates, der den Wermut auch bei nachlassendem Gedächtnis verwendet hatte. Bei neueren Forschungen wurde tatsächlich bestätigt, dass es im Wermut bestimmte Rezeptoren gibt, die beim Nachlassen der Gedächtnisfunktionen, das Gehirn aktivieren. Für Hildegard von Bingen war der Wermut das „wichtigste gegen alle Erschöpfungen“. Pfarrer Kneipp sah im Wermut ein Mittel zur Verhütung von Ansteckungen und er empfahl in Erkältungszeiten sogar die Wohnräume damit zu Desinfizieren.

Inhaltsstoffe im Wermut Tee

Im Wermut sind viele Bitterstoffe enthalten. Wenn man ein Wermutblatt zerreibt, verströmt es einen sehr intensiven, starken Duft. Dieser Duft vertreibt sogar Fliegen aus Zimmern und Motten aus den Schränken. Nimmt man ein Blatt des Wermuts in den Mund, schmeckt man sofort, den für den Wermut, charakteristischen bitteren Geschmack. Viele mögen das Bittere im Wermut gar nicht so sehr, erinnert es doch an den sprichwörtlichen „Wermutstropfen“. Aber genau dann ist der Wermut das richtige Mittel, wenn einem etwas auf den Magen geschlagen ist, oder einem die Galle überläuft, oder man etwas nicht richtig verdauen kann. In der richtigen Mischung liegt oft das Geheimnis.  Die Wirkstoffe im Wermut sind: Bitterstoffe (Absinthin), ätherisches Öl, Gerbstoffe.

Wirkung von Wermut

Mit Wermut geht man gewärmt durch den Winter, denn er wärmt und fördert, innerlich, als Tee angewendet, die Durchblutung. Auch äußerlich angewendet kann der Wermut kann der Wermut durchaus wärmende Wirkung haben, z. B. bei kalten Füßen.

Zubereitung von Wermut Tee

Ein Rezept für wohlig warme Füße:

Man nehme 50 Gramm Wermutkraut und gibt es in ein Glas mit einem Deckel zum Verschließen. Das Kraut übergießt man mit 125 ml Olivenöl, stellt es zwei Wochen lang an einen warmen Ort, dann seit man es durch ein feines Sieb ab. Wenn man kalte Füße hat, abends vor dem Zubettgehen, damit die Füße einmassieren.

 Ein Rezept gegen gerötete Augen und geschwollene, entzündete Augenlider.

Wermut sorgt auch für einen klaren Blick, denn auch als Augenwasser leistet er gute Dienste. Man nimmt einen halben Teelöffel getrocknetes oder einen Teelöffel frisches Wermutkraut und übergießt es mit kochendem Wasser in eine Tasse, lässt es 5 Min. ziehen, siebt es ab und lässt es erkalten. Dann nimmt man Wattepads und tränkt diese in dem abgekühlten Tee und legt die Pads, gut ausgedrückt für zehn Min. auf die geschlossenen Augenlider.

Wermut Tee zubereiten:

Man übergießt für eine Tasse Wermuttee ein bis zwei Teelöffel ( getrocknetes oder frisches Kraut), der zerkleinerten Blätter und übergießt es mit heißem Wasser. Anschließend sollte der Wermuttee etwa zehn Min. ziehen. Nach dem Abseihen wird er in kleinen Schlückchen getrunken, am besten ungesüßt.

Wer mit Magenproblemen zu tun hat, trinkt am besten eine viertel Stunde vor allen Mahlzeiten eine Tasse von dem Wermuttee.  Der Wermuttee kann mit jedem Aperitif konkurrieren.