Berberitze-Tee/Berberitze-Wurzelrindentee

von | 15. Juli 2017 | Beeren-Tee, Kräutertee, Rinden-Tee

Es gibt zwei verschiedene Aufgussformen mit Berberitze. Einmal einen mit der Frucht und einmal einen mit der Wurzelrinde. Beide unterscheiden sich deutlich voneinander. Dieser Strauch wächst überwiegend in Wäldern und Gebirgen, aber auch in heimischen Gärten. Zu erkennen ist die Pflanze an den gelben Blüten, die im Sommer schön leuchten. Im Spätsommer sind daraus lange rote Früchte geworden.

Berberitzen-Tee mit Beeren gibt es selten in Reinform. Verbreitet sind verschiedene Mischungen mit anderen Früchten. Sehr bekannt ist der Berberitze-Goji-Beeren-Tee, der gleich doppelt gut für die Gesundheit ist. Aber auch mit anderen Beeren vermengt bietet dieser Aufguss eine gute Mischung. Ebenso harmoniert er sehr gut mit echten Tee-Sorten wie grünen Tee oder Oolong.

Der Wurzelrindentee ist dagegen kein Aufguss für den Genuss. Er wird im Normalfall nur äußerlich angewendet. Der Tee wird aus dem untersten Teil des Stammes gewonnen und hat auch eine andere Heilwirkung als die Frucht.

Wirkstoffe des Aufgusses

Der Rinden-Aufguss enthält zusätzlich Alkaloide – Berberin, Alkaloide, Gerbsäure und Jatrorrhizin. Die Alkaloide sind ein Problem, denn sie wirken schwach giftig. Daher kommt er nur äußerlich, meistens als Wickel, zur Anwendung. Als Wickel eignet sich der Aufguss zum Beispiel bei Fieber oder Muskelschmerzen. Hier soll Berberitze positiv wirken.

Die Früchte enthalten Vitamin C, Mineralstoffe und Fruchtsäure. Dadurch können Aufgüsse mit der Berberitze-Beere antibakteriell, schweißtreibend, kräftigend, atmungsanregend wirken. Der Aufguss soll darüber hinaus auch bei Zahnfleischentzündungen helfen und nach Infektionskrankheiten aufbauend sein. Darüber hinaus soll er Galle und Verdauungsorgane positiv beeinflussen.

Zubereitung

Die Sammelzeit der Rinde ist zwischen August und November am besten. Das Gehölz wird getrocknet und dann zubereitet. Der Aufguss für Wickel ist leicht herzustellen. Sie nehmen einfach von der Mischung einen halben bis ganzen Teelöffel, geben rund 150 ml Wasser dazu, lassen alles zusammen aufkochen und dann noch fünf Minuten ziehen. Der Sud kann nun für die Wickel genutzt werden.

Die Zubereitung des Aufgusses mit den Beeren hängt von den anderen Zutaten ab. In der Regel richten sich Wassertemperatur und Ziehzeit nach dem enthaltenen echten Tee oder Sie folgen den Anweisungen für Früchtetees. Um den Geschmack zu verfeinern, ist Süße ein guter Begleiter: Honig oder Kandis – wenn man dies so möchte.

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