Grüner Tee

von | 30. Juni 2020 | Echter Tee, grüner Tee

Herkunft und Geschichte

Der grüne Tee gilt als der älteste Tee der Welt. Er soll vor 5000 Jahren durch Zufall von einem chinesischen Kaiser entdeckt worden sein. Der Legende nach hat der Wind ihm einige Teeblätter in einen Topf kochendes Wassers geweht. Erstaunt stellte er fest, wie gut ihm das schmeckt. Von da an war der grüne Tee sein Lieblingsgetränk. Anfangs war das neue Getränk hauptsächlich der chinesischen und ab dem 8. Jahrhundert n. Chr. der japanischen Oberschicht vorbehalten.

Im 17. Jahrhundert brachten die Niederländer den Tee nach Europa. Hier verbreitete er sich rasch. Später entdeckte man, dass die Teepflanze mit dem lateinischen Namen Camellia sinensis neben China auch in der indischen Region Assam und in Taiwan heimisch ist. Grüner Tee stammt ursprünglich aus China und Japan. Nur ein geringer Teil wird in Indien und Sri Lanka angebaut. Die Japaner stellen fast nur grünen Tee her. Das Hauptanbaugebiet in Japan ist um Kyoto herum und am Fuße des Fudschijamas. In China wird ungefähr 80 % angebaut, vorwiegend im Süden des Landes.

Bekannte Sorten

  • Bancha: Ihm sagt man sogar eine krebshemmende Wirkung nach, sein Geschmack ist leicht grasig.
  • Gunpowder: Ist ein Teeblatt, welches zu einer kleinen Kugel gerollt wurde. Sein Geschmack ist herb und kräftig.
  • Jasmintee: Bei dieser mit Jasminblüten verfeinerten Sorte handelt es sich um einen sehr sinnlichen Trinkgenuss.
  • Soui Bou: Er schmeckt frisch und spritzig.
  • Guyokuro: eine japanische Sorte.

Der besondere Genuss

Grüner Tee hat ein blumiges, duftendes und manchmal etwas grasiges Aroma. Daher schmeckt er für neue Teetrinker erst nach dem zweiten oder dritten Aufguss. Frischer grüner Tee hat ein sehr angenehmes Aroma, das natürlicher schmeckt als schwarze Sorten. Die Freundschaft zu diesem Genuss beginnt oft sehr vorsichtig. Die Ausdauer lohnt sich dann auf jeden Fall.

Der Geschmack wird von den im Aufguss enthaltenen Inhaltsstoffen geprägt. Catechine und Koffein machen das Getränk bitter. Die im Aufguss enthaltenen Aminosäuren geben ihm den süßlichen und erfrischenden Geschmack. Deshalb ist das Verhältnis von Catechinen und Aminosäuren sehr wichtig für seinen Geschmack.

Einer der bekannten Sprüche ist: Der erste Schluck ist Freud, der zweite ist Freude, der dritte ist Ruhe, der vierte ist Wahnsinn und der fünfte Schluck ist Ektase.

Es ist die Wirkung auf die Seele. Jeder Schluck hat scheinbar eine beruhigende Wirkung auf die Menschen. Es ermöglicht dem Dichter, Verse zu schreiben. Es hilft dem Philosophen, neue Einblicke in das Leben zu gewinnen. Und jeder Schluck öffnet dem Genießer ein weiteres Stück eine Tür in die eigene Seele.

Japanischen Teezeremonie

Diese besondere Wirkung und Eigenschaft der Köstlichkeit haben die Japaner kultiviert. Die japanische Teezeremonie steht für eine sehr große Wertschätzung. Sie ist die für den Japaner die beste Demonstration für die Kunst des Lebens. Jedes Detail dieser Zeremonie ist darauf ausgerichtet, eine Tasse herrlich grünen Tees zu kredenzen.

Grüner Tee – Herstellung

Grüner und schwarzer Tee stammen vom gleichen Teestrauch ab. Die Pflanze hat den botanischen Namen Camellia sinensis. Grüner Tee ist nicht oxidiert (oder wie man früher sagte: fermentiert). Er bleibt naturbelassen. Dadurch bleiben die Inhaltsstoffe der Blätter weitgehend erhalten. Der grüne Tee ist daher der natürlichere. Nachdem die Blätter des Teestrauches gepflückt sind, werden die Teeblätter nach dem 2- bis 4-stündigen Welkprozess kurz erhitzt.

In China ist es üblich, die Blätter hierfür in der Pfanne zu anzurösten. Japanische Produzenten nutzen Wasserdampf, um den Tee schonend zu dämpfen. Dadurch wird verhindert, dass sich das Blatt kupferrot färbt und der natürliche Blattfarbstoff bleibt erhalten. Außerdem verhindert dies die Fermentation (Zersetzung). Dadurch bleiben fast alle Wirkstoffe im Blatt enthalten. Nach dieser Behandlung wird der Tee gerollt und dann sofort getrocknet. 

Einzigartige Vielfalt

Die bekanntesten grünen Tee Sorten sind: Bancha, Grüner Darjeeling, Weißer Tee, Sencha, Jasmin-Tee, Matcha, Oolong und Gyokuro.

  • Der Bancha kommt aus Japan vom Fuße des Fudschijamas und aus Taiwan. Er hat einen frischen und herben Geschmack. Er ist für Kinder und ältere Personen sehr bekömmlich, wegen seines geringen Koffein-/Tein-Gehaltes.
  • Grüner Darjeling wächst an den Südhängen des Himalajas. Er schmeckt fruchtig und frisch.
  • Der Sencha wächst in Japan am Fuße des Fudji und in Taiwan. Japanischer Sencha schmeckt duftig und frisch. Der chinesische Sencha duftet nach Heu. Je dunkler die Blätter des Sencha sind, desto besser ist der Tee.
  • Jasmin-Tee stammt aus den Bergen Südchinas. Die Teeblätter werden geröstet und mit Jasminblüten aromatisiert. Deswegen gibt es den Jasmin-Tee in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. Streng genommen ist es eine Mischung.
  • Der Matcha kommt aus Japan und wächst in der Nähe von Laubbäumen. Er hat sehr viel Koffein. Den Matcha gibt es auch in Pulverform. Der Geschmack des Matcha ist herb.
  • Weißer Tee wird im Süden Chinas geerntet. Die Blätter sind silbrig und er schmeckt würzig bis leicht bitter.
  • Oolong-Tee stammt aus Taiwan. Er ist leicht fermentiert. Er hat einen kräftigen Geschmack. Er ist damit ein Mittelding zwischen grünem und schwarzem Tee. Oolong verbindet das Aroma des schwarzen Tee mit den wertvollen Inhaltsstoffen des grünen Tee.
  • Gyokuro ist ein Tee der Spitzenklasse. Der Tee wächst im Schatten von Laubbäumen in der Nähe von Kyoto in Japan. Es werden nur die zarten Blätter des Teestrauchs geerntet. Der Gyokuro hat einen kräftigen Geschmack. Er hat reichlich Koffein, aber wenig Gerbstoffe. Dieser Tee wird als die Krönung der japanischen Teekunst bezeichnet. Der Gyokuro ist preislich in der oberen Klasse angesiedelt.

Grüner Tee und Antioxidantien

Die Oxidation ist ein normaler Prozess, der im menschlichen Körper stattfindet. Wir benötigen sie, um Fette und Glukose zu verstoffwechseln, um Wärme und Energie zu erzeugen. Bei der Wärme- und Energieerzeugung werden jedoch nicht nur Wärme und Energie produziert. Bei der Oxidation entstehen auch höchst instabile Sauerstoffnebenprodukte, die als freie Radikale bezeichnet werden. Diese freien Radikale können unsere Zellen schädigen, und es wird vermutet, dass ein einmal entstandener Schaden zu Alterung, chronischen oder degenerativen Krankheiten führen kann.

Die Aufgabe der Antioxidantien besteht darin, freie Radikale zu neutralisieren, sie zu stoppen, bevor sie noch mehr Schaden anrichten können. Jedes Mal, wenn die Antioxidaniten ein freies Radikal neutralisiert, verliert das Antioxidans auch ein Elektron und hört auf, als Antioxidans zu wirken. Aus diesem Grund müssen Sie Ihren Körper ständig mit Vitaminen und anderen Wirkstoffen wie z. B. antioxidativem grünem Tee neu versorgen.

Wirkung auf die Gesundheit

Grüner Tee gilt mit Abstand als die gesündeste Teeart. Noch bevor er aus purem Genuss getrunken wurde, war er als Medizin in Verwendung. Viele schätzen ihn bis heute wegen seiner wach machenden und konzentrationssteigernden Wirkung. Er soll sich zudem positiv auf schwere Krankheiten wie Schlaganfall, Herzinfarkte, Krebs, Rheuma oder Demenz auswirken. Er ist gut für das Immunsystem, da er Viren bekämpft und den Körper beim Entgiften unterstützt. Und last but not least hält er jung, indem er dem Muskelabbau im Alter entgegenwirkt.

Das Jahrtausendealte Getränk ist nicht nur ein Genussmittel, es kann in vielfältiger Art viele Beschwerden lindern oder vorbeugen und das Immunsystem stärken. Grüner Tee dient auch als medizinischer Schutz. Die Pflanze verfügt über einige Fänger von freien Radikalen. Da er nicht fermentiert wird, bleibt der hohe Gehalt an Gerbstoffen unangetastet. Das bedeutet, dass sich das Koffein/Tein schonender entfalten kann. Der Vitamin-C-Gehalt unterscheidet sich deutlich von schwarzem Tee. Auch Vitamin B und Fluor sind bei ihm in deutlich höheren Dosen enthalten.

Die folgenden positiven Wirkungen werden dem grünen Tee zugeschrieben:

  • Die enthaltenen Gerbstoffe wirken beruhigend auf den Magen und Darm.
  • Dank seines antibakteriellen Effektes verhindert er die Bildung von Karies.
  • Grüner Tee wirkt anregend auf den Kreislauf und reguliert den Blutdruck.
  • Das Getränk enthält unter anderem Flavonoide. Diese sind für die Farbgebung der Blätter verantwortlich und schützen die Teepflanze vor schädlichen Umwelteinflüssen. Die Flavonoide beeinflussen eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen in unserm Körper und wirken positiv auf unser Immunsystem.
  • In den asiatischen Ländern wird diese Art als Lebenselixier geschätzt und ist wegen seiner positiven Eigenschaften auf den menschlichen Organismus bekannt.
  • Er kann den Cholesterinspiegel senken. Man trinkt ihn bei hohem Blutdruck, weil er diesem entgegenwirkt. Er stärkt den Geist und man sieht viele Dinge sehr viel gelassener.
  • Er hilft außerdem möglicherweise bei Magen und Darmbeschwerden, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Stoffwechselerkrankungen, Diabetes, Gicht, Harnsteinen, Rheuma, Entzündungen, Zahn- und Knochenschwund, Krebserkrankungen, nachlassender Leistungsfähigkeit.
  • Taiwanesische Wissenschaftler haben u. a. herausgefunden, dass sich der hohe Fluoridgehalt positiv auf die Knochendichte auswirkt und damit Osteoporose vorbeugt.
  • Er senkt möglicherweise das Risiko, eines Ausbruchs der Alzheimer-Krankheit. Studien haben gezeigt, dass sich Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn erschwert bilden.

Krebsprävention

Ob sich der Genuss von grünem Tee positiv auf die Verhinderung von Krebserkrankungen auswirkt, konnte nicht zweifelsfrei belegt werden. Die enthaltenen Antioxidantien eliminieren jedoch freie Radikale, die den Körper plagen. Die Polyphenole der Pflanze sind ständig auf der Suche nach freien Radikalen und verhindern die Bildung von instabilen Sauerstoffmolekülen in einem Prozess, der als Oxidation bekannt ist. Diese Oxidation schädigt gesunde Zellen des Körpers und wird mit Krankheiten wie Krebs, Herzkrankheiten und sogar Schlaganfällen in Verbindung gebracht.

  • Es ist allerdings zu vermuten, dass seine Inhaltsstoffe einen positiven Einfluss auf die Vermeidung und der Verlauf Leberkrebs, Krebs der Bauchspeicheldrüse, der Lunge und der Prostata haben.
  • Bei Frauen mit erblicher Vorbelastung scheint er das Risiko zu mindern, an Brustkrebs zu erkranken.

Trotz zahlreicher wissenschaftlicher Studien sind bislang keine schädlichen Nebenwirkungen des grünen Tees festgestellt worden. Es ist ein ausgewogenes und gesundes Naturprodukt – das zudem unheimlich gut schmeckt!

Grüner Tee hilft beim Abnehmen

Das Getränk hilft beim Abnehmen, indem er die Fettverbrennung im Körper fördert. Bei Tierversuchen wurde gezeigt, dass die Catechine die Speicherung von Fett in der Leber vermindert. Ihm wird außerdem eine thermogene Wirkung zugesprochen. Der Energieumsatz im Körper erhöht sich und es wird mehr Fett verbrannt. Der Körper verbraucht mehr Kalorien und unterstützt  daher beim Abnehmen. Das Getränk ist somit eine ideale Ergänzung beim Abnehmen und ein idealer Begleiter bei Fastenkuren. Durch seine Gerbstoffe und das Koffein/Tein wirkt er sehr Harntreibend und unterstützt so die Entschlackung.

Ergänzung zu Fastenkuren

Es ist ein rundherum gesundes Getränk. Die Weisheit der Philosophen sagt: „Tee gilt als ein Weg (=Tao), weil er zu den Dingen gehört, die man durch Gefühle und nicht durch Worte würdigen lernt“

  • Grüner Tee beruhigt die Verdauung und neutralisiert den Stoffwechsel.
  • Grüner Tee verfeinert den Geschmackssinn und man empfindet weniger Heißhunger auf süße und fettige Nahrungsmittel.
  • Die typischen Erscheinungen bei Diäten wie Ermüdung und Schlappheit können durch die Mineralien und Vitamine im grünen Tee gemildert werden.

Gesunde Zähne

Bekannt ist die Pflanze dafür, dass sie dazu beiträgt, die Zähne sauber zu halten, weil sie Fluorid enthält. Das Fluorid tötet die Bakterien im Mund ab, die Plaque verursachen. Außerdem trägt Fluorid dazu bei, gesunde, kariesfreie Zähne zu erhalten. Die Mundgesundheit der Zähne kann durch den Konsum verbessert werden. Das bestätigen japanische Forscher der Universität Kyushu. Sie beobachteten bei 940 Männern im Alter zwischen 49 und 59 Jahren, wie sich Teekonsum auf das Zahnfleisch auswirkt. Das Ergebnis: Jede Tasse mehr am Tag hatte einen positiven Effekt.

Senkt den Cholesterinspiegel

Das Getränk kann eine mögliche Lösung für all jene sein, die an Erkrankungen mit hohem Cholesterinspiegel leiden. Herzinfarkte sind eines der häufigsten Probleme im Zusammenhang mit schlechtem Cholesterin. Der Genuss der Teeart könnte dieses erstaunlich hohe Risiko möglicherweise senken. Sie senkt den Spiegel des schlechten Cholesterins, des LDL-Cholesterins, und erschwert das Auftreten von Blutgerinnseln im Körper. Das LDL-Cholesterin fließt durch die Leber und die Zellen und bildet starke Ablagerungen an den Arterienwänden. Die Katechine der Pflanze helfen, die Menge des schlechten Cholesterins zu senken. Außerdem tragen die Katechine dazu bei, ein gesundes Verhältnis von gutem zu schlechtem Cholesterin aufrechtzuerhalten, was die allgemeine Gesundheit des Körpers verbessert.

Kosmetik

In China heißt es: Grüner Tee lässt die Haut glänzen und die Augen funkeln. Er macht von innen und außen schön. Er sollte daher in keiner Naturkosmetik fehlen. Tatsächlich gibt es viele Kosmetikprodukte, die Bestandteile der Pflanze enthalten. Sie sollten aber nur die Produkte kaufen, die eine hohe Qualität haben. Die Hauptursache des Alterns der Haut sind die sogenannten freien Radikalen.

In ihm befinden sich alle Vitamine, die die Haut braucht. Er eignet sich besonders für normale und trockene Haut. Sie können sich auch selbst eine eigene Creme herstellen. Ein Rezept für eine Lotion enthält:

  •  ¼ Liter Wasser
  • 4 Esslöffel grüner Tee
  • ¼ Liter Buttermilch

Kochen Sie das Wasser ab und lassen es anschließend abkühlen. Gießen Sie das Wasser auf die Teeblätter und lassen Sie den Tee 5 Minuten lang ziehen. Dann gießen Sie alles durch ein Sieb. Vermischen Sie die Flüssigkeit mit Buttermilch und rühren das ganze um. Fertig ist die Lotion.

Inhaltsstoffe: Was ist da alles drin?

Der wichtigste Inhaltsstoff ist das Koffein (früher auch Tein bezeichnet). Ein weiterer Bestandteil der Blätter ist das Catechin, dem die meisten gesundheitsfördernden Wirkungen zugesprochen werden. Die Catechine sind auch die Stoffe, die den bitteren Geschmack verleihen. Grüner Tee enthält mehr Gerbstoffe als schwarze Sorten, die sogenannten Tannine. Diese Gerbstoffe wirken beruhigend auf den Magen und den Darm.

Das Aroma ist auf die Aminosäuren in den Teeblättern zurückzuführen, vor allem dem Theanin. Der Gehalt an Aminosäuren lässt sich dadurch erhöhen, dass man die Teepflanzen im Frühjahr beschattet. Die Aminosäuren machen bis zu 6 % der Trockenmasse des Produkts aus.

Grüner Tee enthält die folgenden Vitamine:

  • Vitamin A: Sehkraft, Haut und Schleimhäute, Schutz vor freien Radikalen
  • Vitamin B: Nerven und Muskeln, Stoffwechsel
  • Vitamin B3: Haare, Haut und Nägel
  • Vitamin C: Knochen, Zähne, Eisenverwertung, Bindegewebe, Schutz vor freien Radikalen
  • Vitamin E: Schutz vor freien Radikalen, Durchblutung und Blutgefäße, UV-Strahlung
  • Vitamin K: Blutgerinnung und Knochen

Studien zum grünen Tee

Es ist in wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt, dass das Trinken von grünem Tee den Cholesterinspiegel senken, Krebs vorbeugen, die Stoffwechselrate erhöhen und bei einer Vielzahl anderer Krankheiten und Leiden hilfreich sein kann.

American Journal of Clinical Nutrition

Laut einem Bericht im „American Journal of Clinical Nutrition“ hat eine Studie bewiesen dass grüner Tee beim Abnehmen hilft. Seine Substanzen verschnellen den Stoffwechsel, man verbraucht mehr Energie und verbrennt mehr Fett. Zunächst wurde diese Auswirkung dem Koffein zugesprochen. Durch weitere Studien konnte jedoch bewiesen werden, dass tatsächlich Stoffe enthalten sind, deren Auswirkungen über das hinausgehen, was durch den Koffeingehalt erklärt werden kann.

Bei Testpersonen, welche die gleiche Menge im Getränk enthaltenen Koffein eingenommen hatten, konnten keine Änderungen im Energieverbrauch festgestellt werden. Dies führte zu der Theorie dass eine Wechselwirkung zwischen den aktiven Wirkstoffen der Pflanze stattfindet. Diese Wechselwirkungen sind Ursache für die Beziehung „Grüner Tee – Abnehmen“ ist.

Die Wissenschaftler dieser Studie meinen darum, dass er beim Abnehmen helfen kann. Einnahme eines Tee-Extrakts führte zu einer vierprozentigen Erhöhung des Stoffwechsels in einem Zeitraum von 24 Stunden. Außerdem kam es bei den Testpersonen zu keinerlei Nebenwirkungen oder Änderungen der Herzfrequenzen. Dadurch unterscheidet sich grüner Tee von anderen, verschreibungspflichtigen Abnehmmedikamenten und anderen pflanzlichen Produkten zum Abnehmen.

Universität in Genf

Es gibt noch mehr Studien zum Thema Abnehmen. In einem Experiment an der Universität in Genf kamen die Untersucher ebenfalls zu der Auffassung, dass dieses Getränk beim Abnehmen hilft. Auch diese Studie belegt den erhöhten Stoffwechsel die gesteigerte Fettverbrennung.

Noch eine Studie über Abnehmen

Diesmal von den Arkipharma Laboratorien aus Frankreich, ausgeführt von D. Lairon und P. Chantre. In dem Experiment wurde Testpersonen ein Grünteextrakt mit einem Gehalt von 25 % an Catechinen (Catechin ist der Hauptteil der im Tee enthaltenen Gerbsäuren) in einer 80-prozentigen Alkohollösung verabreicht. Die Resultate dieser Studie belegen, dass die Inhaltsstoffe die Bauchspeicheldrüsen- und Magen-Lipasen hemmen. Weil diese Enzyme eine Rolle bei der Bildung von Körperfett spielen, gehen die Forscher von einer unterstützenden Wirkung beim Abnehmen und bei der Behandlung von Adipositas aus.

Universität von Chicago

Ein weiteres Experiment, ausgeführt an der Universität von Chicago: Ratten, gefüttert mit einem Grünteextrakt, verloren ihren Appetit. Nach sieben Tagen verringerte sich ihr Appetit bis zu 60 % und die Ratten verloren um die 21 % ihres Gewichts. Die Untersucher gehen davon aus, dass die Inhaltsstoffe Auswirkungen auf die Regelung des Blutzuckergehalts haben und so mitverantwortlich für den Gewichtsverlust der Ratten sind.

Studien beweisen es: Grüner Tee hilft beim Abnehmen. Ob als Getränk oder Extrakt eingenommen, wirkt er unterstützend. Obwohl grüner Tee 100 % natürlich ist, und keine Nebenwirkungen bekannt sind, sollten Interessierte – vor allem bei vorhandenen Gesundheitsproblemen – zuerst ihren Hausarzt konsultieren.

Kaufen und lagern

Wenn man grünen Tee kauft, sollte man ihn nicht zu billig, aber auch nicht zu teuer kaufen. Wichtig: eine luftdichte Verpackung. Denn in einer offenen Dose kann er sehr schnell oxidieren (=mit Sauerstoff reagieren), wobei er sehr viele seiner Wirkstoffe verliert. Hochwertige Angebote beinhalten immer feine Knospen und sehr junge Blättern aus der Frühlingsernte. Bei der Frühlingspflückung ist das Verhältnis von Aminosäuren zu Catechinen sehr günstig. Dadurch wird das Getränkt nicht so schnell bitter.

Gute Qualität

Angebote von minderer Qualität kosten unter 10 Euro/100 Gramm. Sie bestehen aus älteren gebrochenen Blättern, versetzt mit Blattstielen. Der Catechin-Gehalt ist vergleichsweise hoch, was den Geschmack sehr schnell bitter werden lässt. Eine gute Qualität ist durch eine sehr grüne Farbe erkennbar. Braune Blätter weisen dagegen auf eine minderwertige Qualität hin. Wenn die Blätter rascheln, dann ist er nur noch von geringer Qualität.

Auch im Teebeutel kommt das Aroma nicht annähernd an den frisch aufgebrühten Tee. Angebote als Teebeutel sollten daher von spezialisierten Herstellern oder Händlern stammen. Das garantiert ein Mindestmaß an Qualität.

Trocken aufbewahren

Das Produkt sollte immer verschlossen und trocken aufbewahrt werden. Niemals im Kühlschrank lagern! Nutzen Sie stets die gleiche Dose für eine Sorte und lassen Sie keinen Löffel in der Dose, da es sonst zu Geschmacksveränderungen kommen kann. Bei optimaler Lagerung hält grüner Tee etwa 18 Monate lang.

Da insbesondere bei Angeboten aus China immer wieder Pestizidrückstände gefunden wurden, empfiehlt es sich auf bei dem Kauf auf Tee aus biologischem Anbau zu achten. Fragen sie den Teehändler nach Sorten aus kontrolliert biologischem Anbau.

Zubereitung von grünem Tee

Das Wichtigste vorweg: Grünen Tee nicht mit kochendem Wasser übergießen! Das könnte wertvolle Vitamine und Gerbstoffe zerstören. Nach dem Aufkochen des Wassers daher kurze Zeit warten, bis es auf die ideale Temperatur abgekühlt ist – 60 bis 70 Grad Celsius. Den Tee nicht länger als drei Minuten ziehen lassen, da er sonst bitter wird. Die übliche Ziehzeit beträgt zwei Minuten, kann je nach Sorte aber abweichen. Je höher die Wassertemperatur, desto kürzer sollte die Ziehzeit sein. Man kann den grünen Tee ein zweites Mal aufgießen, dann aber mit weniger Wasser. Wer mag, kann einen Schuss Zitronensaft hingeben.

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