Kombucha

Den Kombucha Tee Pilz kannten schon die Chinesen während der Han-Dynastie (206 vor Christi – 220 nach Christi). Sie verwendeten ihn als Heilmittel. Für den Kombucha Tee Pilz gibt es noch andere Namen: indischer Tee oder Wein Pilz, Gichtqualle, japanische Mütterchen, Mo-Gu, Hong Russische Qualle, Wolgameduse und Zauberpilz. Kombucha Tee ist ein Energietrank, Entschlackungshilfe und Schönheitsgetränk in einem. Es bringt den Stoffwechsel auf Trab und stärkt das Immunsystem.

Kombucha Tee ist auch bei uns sehr bekannt. Er wurde zum ersten Mal Anfang des 20. Jahrhunderts im Baltikum erwähnt. Dort verwendeten die ärmeren Leute den Pilz gegen alle möglichen Krankheiten. Vom Osten her kam er in den 20zigern nach Ungarn und den slawischen Ländern und schließlich auch nach Deutschland.

In den fünfziger Jahren war Kombucha das Getränk der feinen italienischen Gesellschaft. Man trank ihn als Aperitif und Sommertrank. Bald darauf wurde er auch in Spanien und Frankreich getrunken. In Deutschland pflegten nur ein paar Naturheilkundler die Kombucha Kultur. Ansonsten war er in Vergessenheit geraten.

 

 

Wie der Pilz zu seinem Namen kam.

Hier die Geschichte, die man sich in Japan erzählt. Ein koreanischer Wanderarzt namens Kombu kam zum japanischen Kaiser Inkyo der unter starken Magenschmerzen litt. Kombu konnte ihn mit Hilfe des Teepilzes kurieren. Als Dank dafür nannte ihn der Kaiser „Tscha des Kombu“ was so viel heißt wie Tee des Kombu. Daraus wurde dann der Name Kombucha.

Eine andere Geschichte erzählt man in Russland.

In Russland wurde schon immer sehr viel Tee getrunken. Aber der schwarze Tee war den armen Leuten zu teuer. Darum breiteten sich viele Leute einen Tee aus einer Baum Alge, die Laminaria japonica. Der japanische Name heißt Conbu und Tscha für den Tee. Draus entstand Kombucha. Durch einen Zufall kamen Pilze und Bakterien in den Tee und vergoren. Dadurch entstand ein völlig neues Getränk, das erfrischend und durststillend war, der Kombucha Trank. Kon-Pu-cha nennt man ihn in Taiwan. Das heißt: „Leben-das-aus-dem Meer-stieg“ – Tee.

Dr. Rudolf Sklenar aus Lich

Erst später entdeckte der Arzt, Dr. Rudolf Sklenar aus Lich in Oberhessen, den Heiltrank wieder. Er hatte als Truppenarzt in Russland bei den einheimischen Bauern Kombucha als Heilmittel kennengelernt. Nach dem Krieg führte er einige Studien durch und veröffentlichte sie in den 60zigern. Dr. Sklenar trug erheblich zur Verbreitung des Kombuchas bei. Er empfahl den Kombucha Tee gegen verschiedene Stoffwechselerkrankungen. Dazu gehören Magen-Darm, Gicht, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck und Rheuma.

Der Kombucha Tee Pilz

Der Kombucha Pilz ist rund und flach. Er ist eine Gemeinschaft aus Bakterien und Hefezellen. Die Hefe vergärt den Zucker zu Alkohol und Kohlendioxid. Die Bakterien verarbeiten den Alkohol und es entstehen Säuren, vor allem Essigsäure. Durch diese Gärung können Krankheitserreger nicht überleben.

Die Scheiben des Kombucha Tee Pilzes sind quallenartig und bestehen aus Zellulose. Der Tee Pilz ist ständig am Wachsen und somit quasi unsterblich. Kombucha gibt es trinkfertig im Reformhaus, Naturkostladen oder bei verschiedenen Herstellern zu kaufen. Man kann Kombucha aber auch selbst herstellen. Für die Herstellung von Kombucha Tee braucht man Tee, Zucker und den Kombucha Tee Pilz. Diesen kann man sich in der Apotheke. Außerdem braucht man für die Herstellung ¼ Liter bereits fertig vergorenem Kombucha Tee. Der Tee Pilz ernährt sich von dem weißen Zucker und kann ihn am schnellsten verarbeiten. Im fertigen Kombucha ist dann kein Zucker mehr enthalten.

Traditionell wird der Kombucha Tee Pilz mit schwarzem Tee und weißem Zucker angesetzt. Mit speziellen Teesorten, wie z.B. Früchtetees, Matetee oder Kräutertee kann man die Heilwirkung des Kombucha noch steigern. Mit Früchtetees ergibt sich ein gesundes Erfrischungsgetränk.

Kombucha und Glukuronsäure

Die wichtigste Säure ist die Glukuronsäure. Sie baut Umweltgifte und Nahrungsgifte, Nikotin, Alkohol und Medikamente ab und entlastet die Leber durch verstärktes Entgiften.

Kombucha enthält auch die „rechtsdrehende“ Milchsäure, die die Muskulatur und das Gehirn versorgt. Sie fördert eine gesunde Darmflora und hält unerwünschte Keime fern. Es wird empfohlen, täglich 3 bis 4 Gläser Kombucha zu trinken.

In jedem Milliliter Kombucha sind 10 Millionen aktive Hefezellen. Diese kann man auch äußerlich anwenden. Sie reinigen und pflegen die Haut.

Zubereitung des Kombucha

Für die Zubereitung braucht man ein sauberes Gefäß (Glas, Porzellan, Plastik) das ca. 1,5 Liter Flüssigkeit aufnehmen kann. Da Gefäß sollte eine große Öffnung haben. Weiterhin braucht man ein sauberes, luftdurchlässiges Tuch, einen Gummiring, ein Sieb zum Abseihen, einen Holz oder Plastiklöffel und eine Teekanne.

Für die Zutaten braucht man den Kombucha Pilz, reines Wasser, 100 Gramm Zucker pro 1 Liter Wasser, 1 bis 2 Teelöffel schwarzer oder grüner Tee oder 2 bis 4 Teelöffel Kräutertee je 1 Liter Wasser. Sowie ¼ Liter fertig vergorener Kombucha.

Als erstes bereitet man den schwarzen, grünen oder Kräutertee zu. zu. Nach 10 Minuten kann man den Tee abseihen und löst den Zucker in dem heißen Tee auf. Danach lässt man den Tee abkühlen, bis er lauwarm ist. Danach den Tee in das Gefäß gießen.

Als nächstes gießt man eine Tasse fertig vorgegorenen Kombucha (ca. ¼ Liter) in das Gargefäß. Den Kombucha Tee Pilz nimmt man vorsichtig aus dem Aufbewahrungsbehälter und legt ihn auf den lauwarmen Tee. Das Gefäß wird anschließend mit dem sauberen, luftdurchlässigen Tuch abgedeckt und mit dem Gummiring befestigt.

Den Tee gären lassen

Das Gefäß stellt man dann an einen warmen Ort (keine Sonne) mit 23-27 Grad und lässt das Ganze ca. 10 Tage gären. Nach 10 Tage nimmt man den Pilz vorsichtig heraus und spült ihn gut mit Wasser ab. Die Fäden an der Unterseite kann man entfernen.

Den fertigen Tee abgießen und in einer Flasche im Kühlschrank aufbewahren. Im Kühlschrank hält sich das Getränk ca. 2 bis 3 Wochen.

Kombucha ist ein gesundes und erfrischendes Getränk ohne bekannte Nebenwirkungen. Jeder kann und sollte es trinken. Die gesundheitliche Wirkung zeigt sich aber erst dann, wenn man den Kombucha Tee über einen längeren Zeitraum getrunken hat.

Im Kombucha sind die folgenden Inhaltsstoffe enthalten:

  • Organische Säuren: Glukuronsäure, Milchsäure, Kohlensäure, Essigsäure, Weinsäure, Zitronensäure u.a.m.
  • Hefen: Labenzyme, Katalase, Proteasen, Saccharase u.a.m.
  • Vitamine: B1, B2, B3, B6, B12, Folsäre, C,D,E,K
  • Mineralien: Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Natrium, Zink

Wenn man Kombucha regelmäßig trinkt, dann steigt das Wohlbefinden und viele Befindlichkeiten nehmen ab. Das ist seinen hochwertigen Inhaltsstoffen zu verdanken.

3mal täglich ein Glas Kombucha

Experten raten dazu, täglich 3mal ein Glas Kombucha Tee zu trinken. Nach 4 bis sechs Wochen sollte man für einen Monat pausieren. Danach sollte man wieder Kombucha für 4 bis 6 Wochen trinken. Kinder und schwangere und stillende Mütter sollten wegen des Koffeins und Alkohol auf Kombucha Tee verzichten.

  • Kombucha ist hilfreich für das Immunsystem. Er hilft bei häufigen Erkältungen, Hautentzündungen, Candida Befall und Blaseninfektionen.
  • Kombucha hilft auch bei allergischen Reaktionen, wie Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis.
  • Bei fast allen Störungen der körperlichen Abwehr sind Darmbakterien beteiligt. Kombucha hilft, die fremden Keime abzuwehren und bringt das Darmmilieu wieder in Ordnung.
  • Vollbäder mit Kombucha unterstützen die Haut von außen.
  • Bei Magen- , Galle und Leberbeschwerden sollte man zu jeder Mahlzeit ein Glas Kombucha trinken.
  • Bei Verstopfungen regt Kombucha den Darm wieder an.
  • Bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Rheuma und erhöhtem Cholesterinwert stabilisiert der Tee die negativen Symptome.
  • Bei Heilfasten, Entschlackungskuren und Diäten ist der Kombucha Tee ein guter Begleiter. Mit Matetee aufgesetzt vertreibt er sogar Hungergefühle.
  • Kombucha Tee schützt vor Arteriosklerose und harmonisiert den Blutdruck (zu hoch oder zu niedrig)
  • Bei Durchblutungsstörungen und Krampfadern reibt man die betroffenen Stellen mit gut vergorenem Kombucha ein.
  • Bei Hautproblemen hilft der Tee äußerlich angewandt zu einem besseren Hautbild. Sie können Kombucha direkt als Gesichtswasser verwenden. Wattepads in die Lösung tränken und damit das Gesicht abtupfen.

Natürlich sollte man auch vor allen anderen Dingen auf eine gesunde Lebensweise achten.

 

Letzte Aktualisierung am 9.08.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API