Das Tee-Magazin

Kräutertee: Aufguss aus Pflanzen

Redaktion

Obwohl das Sortiment riesig ist, gelten nicht alle Packungen in den Regalen als „Tee“ im ursprünglichen Sinne. Tatsächlich sind nur Schwarztee, grüner Tee, weißer Tee und Oolong-Tee, gelber Tee und Pu-Erh-Tee als „richtiger“ Tee zu bezeichnen, da nur diese Sorten mit den Blättern der Teepflanzen zubereitet werden. Kräutertees und Früchtetees werden auch als: Infusionen, Aufgussgetränke oder Tisane bezeichnet.

Diese Aufgüsse schmecken nicht nur, ihnen wird teilweise auch eine heilende oder gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Besonders Kräutertee werden gerne als Hausmittel zur Behandlung verschiedener Beschwerden eingesetzt.

Genuss und Gesundheitsplus in einem: Tee trinken

Kräutertee ist gut

Tee zu trinken, gilt als gesund. Speziell Kräutertees wirken entspannend und können die Nerven beruhigen. Eine Teepause baut auf. Beim Teetrinken kann man mit einem lieben Menschen plaudern und nachdenken. Neben dem Genuss und dem Wohlbefinden kann Kräutertee aber auch eine gesundheitsfördernde Wirkung entfalten. Das Beste: Die Bestandteile wahsen häufig direkt in der Naturapotheke in der Nachbarschaft. Viele Pflanzen lassen sich mit ein wenig Sachkunde an Feldränder, auf Wiesen oder im Wald finden. Wer mag, kann diese Kräuter auch im Garten anbauen. Wild wachsende Kräuter, die das Beste an Mineralien und Stoffen aus der Erde aufnehmen, gelten jedoch als die gesündesten.

Verschiedene Sorten im Überblick

Wichtig: Auch wenn die enthaltenen Wirkstoffe einen teilweise in Studien nachgewiesenen Effekt auf die Gesundheit haben, sollten Sie mit ernsthaften Beschwerden immer zum Arzt gehen. Der Konsum von Kräutertee und anderen Aufgüssen kann eine Gesundung unterstützen, eine medizinische Behandlung aber in der Regel nicht ersetzen.

Ob aus Blüten, Wurzeln, Kraut, Berren, Früchten, Samen oder anderen Pflanzenteilen: Diese Aufgüsse können eine gesundheitsfördernde Wirkung entfalten. Speziell als Hausmittel zur Behandlung verschiedener Beschwerden wie Magenkrämpfe, Husten, Halsbeschwerden oder ähnliches werden diese Aufgüsse eingesetzt.

  • Kamillentee – der Klassiker: Wer an Kräutertee denkt, dem fällt schnell Kamillentee ein. Dabei sind die Blütenköpfe vor allem die “Heilsbringer”. Kamillentee hat vornehmlich eine beruhigende Wirkung. So wird er oft bei der Behandlung von Magenproblemen, Erkältungen und Fieber eingesetzt. Auch vor dem Schlafengehen kann eine Tasse Kamillentee hilfreich sein, um gut durch die Nacht zu kommen.
  • Brennnesseltee – für die Stärkung der inneren Organe: Brennnessel soll gegen zahlreiche Beschwerden helfen. Dazu gehören Appetitlosigkeit, Verstopfung oder Durchfall. Auch für diverse Entschlackungstherapien wird Brennesseltee genutzt. Beispielsweise ist es möglich, die Blätter zu sammeln und zu trocknen. Es empfiehlt sich, die Brennnesseln innerhalb von abgelegenen Gebieten zu sammeln. So kann man sicher sein, sie in ihrer ganzen Natur und frei von Zusatzstoffen zu erleben. Ist die Brennnessel getrocknet, sollten 1 Esslöffel mit 250 ml kochendem Wasser übergossen werden.
  • Ingwer TeeIngwertee – antibakteriell und entzündungshemmend: Ingwertee ist ein echter Alleskönner. Er wirkt heilend, hemmt durch seine Inhaltsstoffe aber auch Entzündungen und ist gleichzeitig ein Muntermacher. Wer also eine Alternative zum Kaffee sucht, dem ist mit Ingwertee geholfen. Für die Zubereitung ist der Ingwer einfach in kleine Stücke zu schneiden, mit heißem Wasser zu übergießen und entsprechend ziehen zu lassen. Ein weiterer Vorteil des Ingwers ist der Preis. Ingwerknollen sind schon ab wenigen Cents im Supermarkt erhältlich.
  • Pfefferminztee – der Frischekick: Pfefferminztee ist eine der beliebtesten Teesorten in Deutschland. Seine Inhaltsstoffe wirken entkrampfend. Daher ist er nicht nur ein Genuss, sondern auch Helfer bei zahlreichen Problemen wie Menstruationsbeschwerden und Magenproblemen. Ein weiterer Vorteil: Er sorgt für einen frischen Atem. Eine relativ unbekannte Wirkung von Pfefferminztee: Er hemmt offenbar den Haarwuchs und kann vor allem für Frauen hilfreich sein, die zu übermäßigem Haarwuchs an verschiedenen Körperteilen oder im Gesicht neigen.
  • Lavendeltee – einfach runterkommen: Lavendel wird in verschiedenen Variationen genutzt und immer beliebter. Der Tee wirkt beruhigend und entspannend. Wer viel unterwegs ist, auch über mehrere Zeitzonen hinweg, kann mit Lavendeltee zur Ruhe kommen. Selbst bei Lampenfieber oder Prüfungsangst soll Lavendeltee nützlich sein, um relativ entspannt durch den Tag zu kommen. Mit einer kleinen Prise Zimt entfaltet der Tee übrigens ein einzigartiges Aroma.
  • Melissentee – der Tee aus der bekannten Heilpflanze: Melisse ist schon seit Jahrhunderten bekannt und bereits in frühen Geschichtsbüchern als Heilkraut zu finden. Für Menschen, die zu innerer Unruhe neigen, gilt Melissentee als besonders gut geeignet. So wird er bei Herzrasen, unruhigem Schlaf oder genereller Unruhe verwendet. Melisse lässt sich relativ einfach im eigenen Garten oder auf dem heimischen Balkon anbauen.
  • Lindenblütentee – Erkältungsabwehr: Sie sollten auf keinen Fall das Blühen der Linden Ende Mai, Anfang Juni verpassen, und die Blüten pflücken. Sie bilden die Basis für einen wohlschmeckenden Tee, der bei jeder Art von Erkältung, frisch gebrüht mit etwas Honig Wunder wirken kann.
  • Holunderblütentee – belebend: Frische Holunderblüten schmecken nicht nur gut als Tee, sondern wirken auch belebend und gelten als besonders heilsam bei Fieber. Auch die Holunderbeeren wirken belebend und sollen das Immunsystem stärken.
  • Schafgarben TeeSchafgarbentee – für eine ruhige Verdauung: Schafgarbentee war schon im Mittelalter als „Wunderheiler“ bekannt. Wer Schafgarbe hatte, wurde nie krank, hieß es im Volksmund. Besonders heilend wirkt der Aufguss angeblich bei Magen-Darm-Beschwerden sowie bei Menstruationsschmerzen.
  • Johanniskraut-Tee – der aufhellende Kräuteraufguss: Johanniskraut wird eine ganz besondere Wirkung nachgesagt, die im gewissenUmfang bestätigt ist. Ein Tee aus den Blüten des im Juli voll erblühten Johanniskrauts, getrocknet oder frisch, wirkt entsprechdend bei schlechter Stimmung und kann Depressionen entgegenwirken. Man kann auch ganze Teile der Pflanze trocknen und als Tee verwenden. Auch dann entfaltet der Aufguss eine wohltuende und die Stimmung aufhellenden Wirkung.

Die passende Teekanne für den Kräutertee

Ist der Lieblingstee gefunden, wirkt er in der richtigen Teekanne gleich noch einmal dekorativer und ansprechender. Die passende Kanne ist Geschmackssache. Allerdings gibt es bei den verschiedenen Materialien einige Dinge zu beachten. Teekannen werden vorrangig aus Glas, Porzellan oder Edelstahl angeboten. Der Vorteil bei Behältnissen aus Glas ist, dass sie den Geschmack des Tees nicht aufnehmen. So ist jederzeit eine Geschmacksneutralität gewährleistet. Außerdem sind sie leicht zu reinigen und der Tee bleibt durch die gute Wärmespeicherung sehr lange warm. Porzellan dagegen ist ein optisch äußerst ansprechendes Material. Für die Porzellanteekanne eignen sich vor allen Dingen aromatische Tees, da sie den Duft sehr gut verströmen. Ein Nachteil von Porzellankannen ist, dass sie die Temperatur des Tees nicht so lange warmhalten können. Edelstahl ist inzwischen weit verbreitet und bietet mit dem guten Wärmespeichervermögen einen großen Vorteil. Ein Nachteil ist jedoch, dass diese Kannen nicht ganz geschmacksneutral sind und nach einer gewissen Zeit das Aroma des Tees annehmen. Am besten ist es daher, in der gleichen Kanne immer wieder einen Tee der gleichen Art zuzubereiten.

Wie auch immer Sie Kräutertee genießen: Er schmeckt. Und wenn Sie den richtigen Aufguss bei Beschwerden trinken, kann er eine lindernde Wirkung entfalten. Die meisten Pflanzen beinhalten tatsächlich Wirkstoffe, die im gewissen Umfang auch als Tee gesundheitsförderlich sein können. Probieren Sie es doch einfach mal aus!

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