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Samoware – Die schönere Art Tee zu trinken

Der Samowar wurde ursprünglich in Russland im 18. Jahrhundert erfunden und bedeutet so viel wie “Selbstkocher”. In dieser Zeit konnten sich nur die Adeligen und wohlhabenden Bürger einen Samowar leisten. Nachdem dieser allerdings günstiger wurde, stieg seine Verbreitung, da auch normale Bürger sich solch einen Selbstkocher leisten konnten. Dieser wurde von Generation zu Generation weitervererbt und es war sozusagen eine Investition für die Zukunft.

Samowar – Funktionsweise

Die Funktionsweise ist ganz einfach. Je nachdem ob man einen elektrischen oder Holzkohle Samowar  hat, funktioniert er auf eine bezüglich des Wasseraufkochens etwas anders, der Rest ist gleich. Bei einem Holzkohle Samowar muss man für einen stabilen Untergrund sorgen, damit der Samowar anschließend daraufgestellt werden kann. Je nach Modell gibt es entweder eine Kammer, welche sich im Inneren des Samowars befindet oder eine offene Stelle unterhalb. In beiden Fällen wird Feuer gemacht. Das soll dazu führen, dass im mittleren Kessel das Wasser heiß gemacht werden kann. Bei einem elektrischen Samowar ist das Feuer machen natürlich obsolet und das Wasser wird mittels Strom heiß gemacht.

Bei der Variante mit dem Feuermachen ist es außerdem wichtig, dass dieser außerhalb geschlossener Räumlichkeiten, also im Freien benutzt wird. Dies liegt daran, weil das Holz verbrennt und somit Rauch entsteht. Apropo Rauch. Oberhalb wird ein Verlängerungsrohr aufgesetzt, sodass ein Kamineffekt entsteht. Dadurch zieht der Rauch besser und effektiver durch, eben wie bei einem Kamin.

Wenn das Wasser kocht, dann kommt die Teekanne mit dem Teekonzentrat auf das obere Ende, zuvor wird das Verlängerungsrohr entfernt. Bei einem elektrischen Samowar kommt die Teekanne gleich mit drauf, ein Verlängerungsrohr ist hier vergebens zu finden. Ist die Teekanne mit dem Teekonzentrat ebenfalls heiß, so kann der Tee nun gemacht und gemischt werden. Das heiße Wasser kann aus dem Ablasshahn heruntergelassen werden und jeder gibt so viel Teekonzentrat hinzu, wie er möchte. Auf diese Weise kann die Stärke des Tees individuelle gesteuert werden.

Bei einem elektrischen Samowar kann das Wasser über eine längere Zeit auf Temperatur gehalten werden, indem diese über den Thermostat eingestellt wird. Das spart später dann nicht nur Zeit, sondern auch Strom. So ist es dann möglich, sich jederzeit einen neuen Tee zuzubereiten oder weiteres heißes Wasser hinzuzugeben. Sollte mal zu wenig oder gar kein Wasser drin sein, so schaltet sich der Samowar in der Regel von selbst aus, dank des Trockengehschutzes und der Abschaltstoppautomatik.

Samowartypen – Unterschiede

In der Regel gibt es bei dem ursprünglich russischen Teekocher Unterschiede. Denn es gibt nicht nur den russischen Teekocher, sondern auch den Türkischen. Das hat den Grund, weil durch die verschiedenen Handelsrouten und teilweise auch Feldzüge, der russische Teekocher auch im osmanischem Reich verbreitet hat. So war er hauptsächlich neben Russland auch in der Ukraine, Weißrussland, Kurdistan, Iran und der Türkei verbreitet. So gibt es bis heute zwei unterschiedliche Typen, nämlich den russischen und den türkischen Samowar. Diese unterscheiden sich in der Regel im Design und auch von dem Fassungsvermögen. Und heute gibt es wiederum komplett andere Designs, welche modern und teilweise abstrakt aussehen.

Material

Die heute verwendeten Materialien unterscheiden sich von den früher verwendeten deutlich. Wurde früher hauptsächlich Messing und Kupfer verwendet, ist es heute hauptsächlich Edelstahl oder teilweise auch Kunststoff. Heute sind Fabrikate aus Kupfer oder Messing nur selten vorzufinden und werden als Material nicht mehr verwendet, aus verschiedenen Gründen. Die günstigeren Modelle sind aus Kunststoff oder haben einen großen Anteil an Kunststoff. Die teureren und höherwertigen Modelle sind allesamt aus Edelstahl. Dies ist nicht nur pflegeleichter, sondern auch günstiger in der Herstellung und widerstandsfähiger.

Das Design

Das Design ist bei einigen Modellen und Herstellern gleich geblieben, vor allem bei den höherwertigen Modellen. Auch abstrakte und komplett neue Designs sind aufgetaucht und sind ebenfalls höherwertig, aber modern und abstrakt. Die meist günstigeren Modelle können in einem ähnlichen Design wie ein herkömmlicher Wasserkocher vorgefunden werden. Meist sind diese auch mit einem höheren Anteil oder gar komplett aus Kunststoff.

Fazit

Für einen besseren Geschmack, für einen Augenschmaus und der Liebe zur Tradition sowie Teetrinken, ist auf ein klassisch-traditionelles und somit russisches Modell hinzuweisen und zu empfehlen. Schon alleine aus dem Grund, weil in dem Kunststoff ggf. Weichmacher enthalten sind, sodass man darauf gerne verzichten will und seinen Tee und den Geschmack nicht verunstalten möchte. Ein schöner, russischer aus Edelstahl hergestellter und in traditionellem Design belassender Samowar, macht das Teetrinken zu einem wahren Genusserlebnis.