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Breitwegerich Tee – bei Husten und Fußschmerzen

Der Breitwegerich (Plantago major) ist eine Pflanze, aus der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Er ist einer der zwei bekanntesten Arten der Wegerich Gattung. Viele Eigenschaften hat er mit seinem engen Verwandten, dem Spitzwegerich. Man nennt ihn auch „den Bruder des Spitzwegerichs“ und kann auch ähnlich angewendet werden.

Im Volkstümlichen ist der Breitwegerich auch noch bekannt unter den Namen: Breitblättriger Wegerich, Großer Wegerich, Wegebreit, Wegeblatt, Wegetrene, Wegtritt, Rippenblatt, Saurüssel, Mausöhrle, Arnoglosse und Ackerkraut.

Wo wächst der Breitwegerichs

Man findet den Breitwegerich an Straßen, Wegen, Weiden, Wiesen und Äckern. Der Breitwegerich ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht eine Wuchshöhe von 3 bis 25 cm. Die Blattrosette ist grundständig und mit löffelförmig angeordneten Laubblättern, die Handteller groß werden. Die Blätter sind eiförmig bis elliptisch und teilweise kahl bis kurz behaart. In der Blütezeit, von Juni bis Oktober, wachsen aus der Mitte der Rosette blattlose, aufrechtstehende, ährenartige Blütenstände. Die Blüten sind geruchlos, die Frucht kann von 6 bis zu 30 Samen enthalten und die Fruchtreife liegt zwischen Juli und September. Gesammelt werden im Sommer die frischen Blätter und Stiele, die Samen findet man ab August bis Oktober.

Ursprünglich war der Breitwegerich nur in Europa heimisch. Mittlerweile ist er weltweit verbreitet. Der Breitwegerich gehört zu den „trittfesten Pflanzen“, weil man ihn an häufig begangenen Stellen oder Wanderwegen antrifft. Mit den europäischen Siedlern kam er nach Nordamerika und wurde von den Indianern als „Fußstapfen des weißen Mannes“ bezeichnet.

Inhaltsstoffe der Breitwegerich

Im Breitwegerich findet man die besonderen Inhaltsstoffe wie, Acubin, Gerbstoffe, Germanium, Kalium, Kieselsäure, Schleimstoffe, Vitamin B, Vitamin C, Zirkon und Zink.

Die Eigenschaften des Breitwegerichs sind: antibakteriell, antiseptisch, abschwellend, blutreinigend, blutstillend, desinfizierend, entzündungshemmend, harntreibend, schleimhautschützend, wundheilend und zusammenziehend.

Der Breitwegerich hilft bei …

Asthma, Bronchitis, Blasen und wunden Füßen, Geschwüren, Hautentzündungen, Harnwegsinfektionen, Husten, Insektenstiche, Magenschleimentzündungen, Lungenschwäche, Verbrennungen, Wunden und bei Darmproblemen.

Alle Wegerich-arten wirken heilend. Schon im alten Griechenland und im alten Rom zählte der Wegerich zu den Heilpflanzen. Bereits im zehnten Jahrhundert wurde die Pflanze von arabischen und persischen Ärzten zu Heilzwecken verwendet und sehr hoch geschätzt. Auch Maria Treben, weist in ihrem Buch „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“ darauf hin, dass die zerriebenen Blätter des Breitwegerichs jede Wunde heilen würde.

Die Wegeriche sind wunderbare „erste- Hilfe- Pflanzen“ für unterwegs.

Für den Wanderer ist der Breitwegerich sehr interessant, denn bei schmerzenden Füßen legt man sich einfach ein paar Blätter der Pflanze, als Sohle in die Schuhe und erfrischt kann die Wanderung weitergehen. Bei Insektenstichen oder kleinen Wunden zerkaut man einige Blätter des Breitwegerichs und legt sie auf die betroffenen Stellen.

Man kann auch die Blätter als Gemüse verwenden, z. B. als Spinat oder man bereitet einen Salat aus den jungen, frischen Blättern. Die langen Blütenstiele des Breitwegerichs können ähnlich wie Spargel zubereitet werden.

Für einen heilenden Tee nimmt man:

Zwei Esslöffel der frischen oder getrockneten Blätter des Breitwegerichs mit 500 ml Wasser überbrühen und zehn Min. ziehen lassen, dann abseihen. Zwei bis drei Tassen am Tag trinken.

Der Tee wirkt unterstützend bei Erkrankungen der Atemwege mit starker Schleimbildung, chronischer Bronchitis, Husten und Asthma.