Guaranatee

von | 10. Oktober 2015 | Kräutertee, Samen-Tee

Der Guaranatee wird aus den koffeinhaltigen Samen der Guarana-Liane oder des Strauchs gewonnen. Diese ist nur in tropischen Wäldern zu finden. Die Pflanze heißt wissenschaftlich Paullinia Cupana und gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse. Volkstümlich nennt man ihn aber auch gerne Koffeinliane, Kaffeeauge und anderes. Der Name Guarana bezieht sich auf das Volk Guarani. Ob Strauch oder Liane: Die Pflanze kann bis zu zwölf Meter wachsen. Die Pflanze enthält Kapselfrüchte, die sich bei Reife öffnen und bis zu drei Samen zur Ernte freigeben. Wenn sich die Früchte öffnen, sieht es so aus, als würde man auf ein Auge schauen, daher auch der Name Kaffeeauge.

Die Samen werden schon seit Jahrhunderten genutzt, nicht nur als Tee, sondern früher vor allem für die Körperpflege. Die Indianer nannten sie auch gerne Wara, was nichts anderes als Frucht der Jugend heißt. Damals hat man die Samen verwendet, um den Hunger vor einer Jagd zu stillen. Gleichzeitig sollte aber auch die Energie steigen. Um dies zu erreichen, wurden Bastones hergestellt. Das sah wie ein Brotlaib aus. Die Indianer fertigten es aus dem Samen der Pflanze, die sie zu Pulver gemahlen haben. Sie gaben Wasser und Maniokstärke dazu, vermischten alles. Dann wurde die Masse getrocknet und geräuchert.

Anwendungen von Guaranatee

Die Pflanze enthält viele Substanzen, wie Tannine, Theobromim, Catechin, Epicatechin, Saponine, Stärke, Mineralstoffe, Theophyllin, Proanthocyanidine und Wasser. Oft wird gesagt, dass man von dem Aufguss abnehmen können soll. Dem ist aber nicht so, da die Wirkstoffe in der Menge nicht ausreichen, um einen spürbaren Effekt auf das Fettverbrennen zu erzielen. Der Aufguss bietet jedoch einige Wirkungen, die positiv für den Gesundheitszustand sein können. Er kann helfen bei:

  • Kopfschmerzen,
  • Migräne,
  • Hormonstörungen,
  • Seelische oder körperliche Erschöpfung,
  • Hunger- und Durstgefühl,
  • Fieber,
  • körperlicher Schwäche.

Nebenwirkungen

Leider bringt der Tee nicht nur Positives mit sich. Seine Nebenwirkungen können Schlafstörungen, Zittern, Muskelschmerzen und Herzrhythmusstörungen sein. Daher sollte man ihn mit einem Herzleiden nicht trinken und vor dem Konsum generell den Hausarzt konsultieren. Abzuraten ist außerdem vom Konsum bei Schwangerschaft, während der Stillzeit, bei einer Schilddrüsenüberfunktion und bei Bluthochdruck. Außerdem sollten Menschen mit Panik- und Angststörungen sowie Herzproblemen Abstand davon nehmen.

Zubereitung von Guaranatee

Der Aufguss ist im Handel als Beuteltee erhältlich. Beachten Sie die Packungshinweise. Sie können aber auch Guarana-Pulver kaufen und dann einen Teelöffel des Pulvers in heißes Wasser geben. Der Sud muss dann zehn Minuten ziehen. Sie können das Getränk abgekühlt trinken, was insbesondere im Sommer erfrischend wirkt.

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