Isolierkanne

von | 10. Dezember 2015 | Zubehör

Die Isolierkanne ist eine Vorrichtung zum Aufbewahren heißer oder kalter Stoffe unterschiedlicher Art und Zusammensetzung, um deren aktuelle Temperatur über einen möglichst langen Zeitraum aufrechtzuerhalten. Für Teekenner ist es die beste Alternative, um ihr Lieblingsgetränk unterwegs zu konsumieren.

Wie lange hält eine Isolierkanne heiß?

Im Allgemeinen wird sie zum Warmhalten von Getränken wie Tee oder Kaffee verwendet. Ungeöffnet kann die je nach Aufbau und verwendeten Materialien den darin befindlichen Inhalt bis zu 48 Stunden auf annähernder Einfülltemperatur halten. 

Wie funktioniert eine Isolierkanne?

Das Funktionsprinzip basiert auf der isolierenden Wirkung eines Vakuums zwischen zwei Schichten. Normalerweise erfolgt über die Wärmeabstrahlung ein Ausgleich zwischen höheren oder tieferen Temperaturen gegenüber der Umgebungstemperatur. Das Vakuum verzögert diesen Ausgleich. Ebenso reduziert eine spiegelnde oder reflektierende Innenbeschichtung die Wärmeabstrahlung.

Entdeckt wurde dieses Funktionsprinzip im Jahr 1874 durch den schottischen Physikochemiker Sir James Dewar, der seine Erfindung jedoch nicht patentieren ließ. Dafür meldete der Glasbläser Reinhold Burger, aus der Region Fläming im heutigen Bundesland Brandenburg stammend, im Jahr 1903 das Patent an der Erfindung an und gab „seiner“ Erfindung auch gleich einen Namen, der zum Synonym für die Isolierkanne wird. Die Thermosflasche ist geboren. Burger vermarktet die Thermosflasche erfolgreich im In- und Ausland und verkauft schließlich sein Unternehmen inklusive der Markenrechte im Jahr 1909.

Unterschied zwischen Isolierkanne und Thermoskanne

Technisch gesehen besteht folglich kein Unterschied zwischen beiden Varianten. Es ist lediglich eine Frage des Markenrechts. Allerdings hat sich der Begriff Thermoskanne so stark im allgemeinen Sprachgebrauch verankert, dass der Markenschutz im eigentlichen Sinne keine Anwendung mehr findet. Heute wird der Begriff Thermos nur noch als sogenannte generische Marke im internationalen Schutzrecht geführt. Tatsächlich besitzt etwa die US-amerikanische Firma Thermos L.L.C das offizielle Markenrecht an dem Begriff, doch aufgrund dessen, dass Thermos inzwischen ein Gattungsname und keine explizite Marke mehr ist, kann der Begriff von jedem verwendet werden.

Genutzte Materialien

Preiswerte Modelle beinhalten häufig eine gläserne Innenhülle und eine aus Kunststoff bestehenden Außenhülle. Teilweise besteht zwischen beiden Schichten kein Vakuum. Der isolierende Effekt wird überwiegend durch die Verspiegelung der inneren Hülle erzeugt, woraus sich natürlich eine geringere Leistungsfähigkeit ergibt.

Auch die Verbindung einer gläsernen und verspiegelten Innenhülle und einem aus Edelstahl bestehenden Außenkorpus findet sich oft. Diese Ausführungen besitzen eine größere Stabilität, wobei auch hier der gläserne Innenteil durch Herabfallen stark gefährdet ist. Ebenso wird für die Außenhülle teilweise Aluminium verwendet.

Bruchsicheres Material: Edelstahl

Die Kombination Edelstahl außen und Edelstahl innen bietet die mit Abstand höchste Bruchsicherheit. Die Anwendung von Edelstahl besitzt aber auch einen Nachteil, der sich jedoch erst nach längerer Nutzungsdauer zeigt. Zur Oberflächenbearbeitung der Außenhülle werden Säuren eingesetzt, die sich während der Bearbeitung teilweise in Wasserstoff verwandeln und sich in den Edelstahl einlagern. Mit der Zeit, nach etwa zwei Jahren , wandert der Wasserstoff aus der Stahlwand der Außenhülle in das Vakuum. Durch seine hohe Wärmeleitfähigkeit mindert der Wasserstoff die Isolierung des Vakuums. Wer bei der Isolierkanne großen Wert auf gute Stabilität legt, sollte darauf achten, dass der dabei verwendete Edelstahl ohne Säurebehandlung hergestellt ist. Allerdings führen die Hersteller dieses Merkmal selten in ihren Beschreibungen auf.

Reinigung

Die Reinigung sollte möglichst nur mit warmem oder heißem Wasser erfolgen. Es eignet sich eine Spülbürste, da Spülmittel auf der inneren Oberfläche Spuren hinterlassen. Diese beeinträchtigen den Geschmack des Getränks.

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