Löwenzahntee

von | 28. Oktober 2015 | Blätter-Tee, Blüten-Tee, Kräutertee, Wurzel-Tee

Löwenzahn ist in vielen Gärten zu finden. Er wird leider häufig als Unkraut gesehen. Dabei hat er einiges zu bieten. Wissenschaftlich wird der Löwenzahn Taraxacum officinale genannt, volkstümlich heißt er auch Butterblume, echter Löwenzahn, gemeine Kuhblume, gemeiner Löwenzahn, Wiesen Löwenzahn oder eben nur Löwenzahn. Er gehört zu den Korbblütlern. Für einen Aufguss lassen sich seine Blätter, Blüten und Wurzeln nutzen. Seine Inhaltsstoffe sind unter anderem verschiedene Vitamine, Mineralstoffe, Bitterstoffe, Inulin und Cholin. Es gibt zwei Varianten: Wurzel-Tee sowie Blüten- und Blätter-Tee.

Anwendung

Einem Aufguss mit dieser verbreiteten Pflanze wird eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Das Getränk soll blutbildend, blutreinigend, harntreibend und tonisierend sein. Er kommt unter anderem bei folgenden Leiden zur Anwendung:

  • Bronchitis und Husten,
  • Fieber,
  • Appetitlosigkeit,
  • Verstopfung,
  • Frühjahrsmüdigkeit,
  • Magenschwäche,
  • Rheuma und Gicht,
  • Gallenschwäche oder Gallensteine,
  • Nierensteine,
  • Allergien,
  • Wassersucht,
  • Kopfschmerzen und Migräne,
  • Arteriosklerose,
  • Warzen, Pickel und Ekzeme.

Das Geheimnis der ihm zugeschriebenen Wirkungen sind harntreibende Inhaltsstoffe. Dadurch gelangen Giftstoffe schneller aus dem Körper und der Kreislauf kommt besser in Schwung. Daraus leitet sich ein weiterer Einsatzbereich ab: Löwenzahntee wird gern begleitend zu einer Diät getrunken. Er regt die Verdauung an und fördert das Entschlacken.

Interessant: Die harntreibende Wirkung brachte dem Aufguss bzw. der Pflanze den Beinamen „Bettpisser“ ein.

So vielseitig er sich einsetzen lässt, so sehr sollten Interessierte den Konsum mit ihrem Arzt oder einen Apotheker absprechen. Denn es gibt eine Reihe von Bedingungen wie Darmverschluss, Gallenprobleme, Schwangerschaft und andere, bei denen die Betroffenen auf den Aufguss verzichten sollten.

Zubereitung von Löwenzahntee

Es gibt zwei Tee-Varianten, einmal die Wurzeln und einmal Blüten und Blätter. Beides lässt sich auch zusammen aufkochen. Der Aufguss ist leicht zuzubereiten. Sie benötigen nur zwei Teelöffel getrockneten Löwenzahn und kochen die Pflanzenteile mit Wasser auf. Nach fünf bis zehn Minuten können Sie den Tee trinken. Nehmen Sie kleine Schlucke, damit seine Inhaltsstoffe sich entfalten können. Der Geschmack ist bitter. Verzichten Sie dennoch möglichst auf Zucker oder Honig. Die Wurzeln können Sie auch in einen Entsafter geben. Mischen Sie das Konzentrat mit der doppelten Menge Wasser.

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