Echinaceatee

von | 22. März 2018 | Kraut-Tee, Kräutertee

Echinacea, auch bekannt als Purpur-Sonnenhut oder Igelkopf, gehört zu der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der Name leitet sich vom griechischen Wort „echinos“ für Seeigel ab. Die verschiedenen Arten wachsen als ausdauernde, krautige Pflanze, deren aufrechte Stängel je nach Art verzweigt oder unverzweigt sind. Die Pflanze kann bis zu 140 cm hoch werden und hat eiförmige-lanzettliche, zugespitzte Laubblätter, die wechselständig zu den Stängeln stehen. Ab Juli bis September zeigt der Purpursonnenhut seine prächtigen Blüten. Die köpfchenförmigen Blütenstände stehen einzeln und die Blütenkörbe haben einen Durchmesser von bis zu vier Zentimetern. Die Spreublätter sind orange- bis purpurfarben und überragen die Röhrenblüten. Die Strahlenblüten sind gelb, weiß, purpurfarben oder rosa und die Früchte sind einsamige Schließfrüchte, wie man sie auch vom Löwenzahn kennt.

Echinaceatee: Geschichte

Das erste Mal wurde die Echinacea von Conrad Mönch im Jahr 1794 in Methodus plantas horti botanici et agri Marbugensis erwähnt. Später erkannten Wissenschaftler die Heilkraft der Pflanze und des daraus hergestellten Tees. In Nordamerika war den Ureinwohnern die Wirkung der Heilpflanze schon früher bekannt. Besonders die Cheyenne, Delaware und Komantschen nutzten den Sonnenhut zu Heilzwecken und setzten sie bei Husten, Halsschmerzen und Zahnschmerzen ein. Zur Anwendung kam sie ebenfalls bei Schlangenbissen und Insektenstichen sowie für rituelle Handlungen als Opfergabe für die Götter Grabbeigabe. Die weißen Siedler übernahmen den Gebrauch des Sonnenhutes. Bereits im Jahr 1737 beschrieb John Clayton die Pflanze im „Cataloguqe of Plants, Fruits, and Trees Native to Virginia“. Der Tee wird aus den Pflanzenteilen, dem Kraut, hergestellt.

Die Pflanze

Der Sonnenhut wird nicht nur wegen seiner medizinischen Bedeutung von Hobbygärtnern angepflanzt, sondern auch wegen seiner farbenfrohen, leuchtend pink bis orange-roten Blüten, die viele Schmetterlinge anlocken. Die Pflanze sollte einen sonnigen, möglichst windgeschützten Standort haben. Den Sonnenhut pflanzt man am besten als Staude in die Erde. Um eine optimale Blühkraft zu erreichen, sollte man sie alle drei Jahre teilen und neu pflanzen. Im Herbst, nach der Blüte, wird die Pflanze zurückgeschnitten.

Anwendung von Echinaceatee

Das Hauptanwendungsgebiet der Sonnenhüte (Echinacea) ist die Stärkung der Abwehrkräfte bei Bronchitis, Erkältung, Husten und Grippalen Infekten. Der ausgepresste Saft der oberen Pflanzenteile wird gern für die Teegewinnung genutzt und soll sich positiv auf das Immunsystem auswirken. Als Haupteffekt der Sonnenhüte gilt die Stärkung der Abwehrkräfte, da die enthaltenen Alkamide und Kaffeesäureabkömmlinge sich positiv auf das Immunsystem auswirken sollen.

Inhaltsstoffe

Sonnenhüte enthalten Echinacosid, Harzstoffe, Betain, Proteoglykane, Heteropolysaccharide, Phenylacrylsäureester (z. B. Cichorien- Caftarsäure), Inulin Pentosane, Flavonoide und Fermente. Besonders ihre Alkamide und Isobutylamide sind von medizinischer Bedeutung, da sie offenbar mit den Immunzellen wechselwirken. Im ätherischen Öl der Pflanze findet man unter anderem Germacrenalkohole, Borneole und Caryophyllene. Zu den Inhaltsstoffen der Echinacea gehören außerdem Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium Magnesium und Vitamin C.

Echinaceatee: die Zubereitung

Wenn Sie einen Aufguss herstellen möchten, übergießen Sie einen halben Teelöffel des Krauts mit kochendem Wasser und lassen den Tee zehn Minuten ziehen. Anschließend seihen Sie den Aufguss ab. Während der Erkältungssaison können Sie mehrmals täglich eine Tasse heißen Sonnenhut-Tee trinken, am besten zwischen den Mahlzeiten.

Es gibt außerdem Mischungen, aus denen sich ein leckerer Aufguss herstellen lässt. Sehr gut gegen Erkältungen kann ein Tee aus Echinacea, Hagebutten und Ginsengwurzel wirken. Dieser soll Krankheitserreger regelrecht ausbremsen und das Immunsystem stärken. Nehmen Sie dazu 30 g Echinacea, 30 g Hagebutten, 10 g Ginsengwurzel (alles getrocknet). Mischen Sie die Bestandteile und übergießen Sie das pro Teelöffel Menge mit 150 ml kochendem Wasser. Lassen Sie alles zehn Minuten ziehen und gießen Sie alles ab. Trinken Sie diesen Aufguss heiß.

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