Rosskastanientee

von | 05. Juni 2015 | Blüten-Tee, Kräutertee

Die Rosskastanie wird in Fachkreisen auch Semen Hippocastani genannt oder aber in der Botanik auch Aesculus Hippocastanum Linné. Es handelt sich um einen bis zu 25 Meter hohen Baum, der eigentlich bis zum 16 Jahrhundert nur in der Region Vorderasien sowie in gemäßigten Zonen bis zum Himalaya verbreitet war. Heute ist die Kastanie in ganz Europa verbreitet. Der Baum hat viele Namen, so nennt man ihn auch Foppkastanie, Pferdekastanie, Roßkastanie, Saukastanie, Vixirinde, Spanish Chestnut oder auch Buckeye.

Wirkung

Teile der Pflanze wirken leicht giftig. Nutzen Sie nur Präparate und Pflanzenteile aus dem Handel und halten Sie sich bitte an die Packungshinweise!

Seit Jahrhunderten wird auf die Wirkung der Rosskastanie gesetzt. Vor allem gilt sie als altes Heilmittel bei Krampfadern oder Venenschwäche. Außerdem gelten die enthaltenen Substanzen als harntreibend, fiebersenkend und blutstillend. Sie sollen sogar als Betäubungsmittel wirken.

Die Anwendung zielt in erster Linie auf Leiden wie Rheuma, Venenschwäche, Fieber und sogar Durchfall, Menstruationsbeschwerden und bei Bronchitis. Man kann einen Aufguss aus der Pflanze auch auf Tüchern geben und dadurch angeblich Knutschflecke oder Blutergüsse schneller verschwinden lassen. Kalt helfen die Umschläge aus dem Sud auch dann, wenn man Schmerzen in den Beinen hat.

Für einen Tee werden in der Regel nur die Blüten des Baums genutzt. Diese sollen das Auskurieren von Atemwegsinfekten unterstützen und schleimlösend wirken.

Rosskastanientee: Zubereitung

Für den Aufguss nutzen Sie Blüten. Übergießen Sie etwa einen Teelöffel Blüten mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lassen Sie alles etwa fünf Minuten ziehen. Gießen Sie anschließend die Flüssigkeit durch ein Sieb ab und trinken Sie den Tee. Bis zu drei Tassen sollen bei verschleimten Atemwegen und Einschlafproblemen helfen, so der Volksmund. Sprechen Sie die Einnahme von Rosskastanientee im Zweifelsfall mit Ihrem Arzt ab!

Andere Teile der Pflanze wie Rinde und Blätter sind ebenfalls hilfreich und haben angeblich eine heilende Wirkung. Diese werden jedoch als Tinktur, Pulver oder Gel genutzt. Der Kastanientee basiert allein auf Blüten.

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