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Hopfentee

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Der Hopfen ist vielen Menschen als Zutat für Bier bekannt. Es handelt sich um eine Kletterpflanze, welche zackige Blätter hat und einen wunderschönen grüngelben Zapfen aufweist. Diese Zapfen können Sie für einen Aufguss nutzen. Die Pflanze zählt zu der Familie der Hanfgewächse und wird wissenschaftlich Humulus Lupulus genannt. Volkstümlich ist er auch als Weidenhopfen, Heckenhopfen, Hopf oder Hoppen bekannt. Die Zapfen werden im Spätsommer geerntet.

Hopfen ist eine Wildpflanze und in Europa heimisch. Er wächst vor allem dort, wo der Standort stickstoffreich ist und wo es genügend Feuchtigkeit gibt. Dies ist an Gebüschen, Lichtungen und an Waldrändern meist der Fall. Die wild wachsende Pflanze wird aber nur noch selten genutzt. Er wird vielmehr auf großen Anbauflächen vorrangig für das Bierbrauen gepflanzt. Allerdings steht ein kleiner Teil auch der Pharmaindustrie und eben Unternehmen der Naturheilprodukte zur Verfügung. Bei dem kultivierten Hopfen kommen vorrangig weibliche Pflanzen zum Einsatz, da diese größere Blüten haben und Zapfen bilden. Die männlichen Pflanzen bilden dagegen eher weniger gehaltvolle Trauben.

Über Hopfen als Heilpflanze gibt es bereits die erste Aufzeichnung aus dem 7. Jahrhundert nach Christus. Der arabische Arzt Mesue stellt fest, dass der Sirup der Pflanze für die Blutreinigung nützlich war. Später dann wurden bei unruhigen Säuglingen Dolden in die Schlafkissen gefüllt. Noch heute schwören einige Menschen auf diese Kissen für einen besseren Schlaf. Im Mittelalter kam das erste Bier auf, das noch heute weitgehend nach dem Reinheitsgebot gebraut wird: Hopfen, Wasser und Malz sind die Hauptbestandteile.

Anwendungen von Hopfentee

Hopfen bietet Inhaltsstoffe, wie Flavonoide, Gerbstoffe, Harz mit Humolon und Lupulon sowie ätherisches Öl. Wichtig zu wissen: Kommen die Schleimhäute mit frischem Hopfen in Berührung, kann dieser Kopfschmerzen, Bindehautentzündung, Gelenkschmerzen und Schläfrigkeit verursachen. Dafür sind allergieauslösende Stoffe verantwortlich, die jedoch beim Trocknen zerstört werden.

Die enthaltenen Substanzen können einen positiven Effekt auf den Körper haben. So wirkt der Hopfen angeblich antibakteriell, tonisierend, schmerzstillend, blutreinigend und entzündungshemmend. Er gilt als nützliche Unterstützung bei Leiden wie

  • Herzklopfen,
  • nervöse Unruhe,
  • Angstzuständen,
  • Fieber,
  • Magenkrämpfen und Magenbeschwerden,
  • Darmkrämpfen und Verstopfung,
  • Blasensteinen,
  • Blasenentzündung,
  • Schlafstörungen,
  • Migräne.

Nachweise sind wenige vorhanden. Wie bei vielen Naturheilmitteln gilt, dass der tatsächliche Effekt eher relativ schwach ist. Haupteinsatzbereiche sind Unruhe und Nervosität sowie Leiden, bei denen Nervosität und Schlafstörungen eine Rolle spielen.

Zubereitung von Hopfentee

Sie können Hopfentee als loses Produkt oder in Beuteln erwerben. In der Regel wird dieser als Beruhigungstee für die Nacht gekennzeichnet. Eine Dosierungsanleitung ist auf der Packung zu finden.

Die Zubereitung von Hopfenzapfentee ist ganz einfach. Übergießen Sie einen Teelöffel der Zapfen mit kochendem Wasser und lassen Sie die Mischung fünf bis zehn Minuten ziehen. Dann seihen Sie den Aufguss ab. Trinken Sie den Hopfentee in kleinen Schlucken. Wichtig: Süßen Sie den Tee möglichst nicht! Ungesüßt wirkt er besser. Trinken Sie den Aufguss nur zwei- oder dreimal pro Woche.

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