Silberdisteltee

von | 08. Dezember 2016 | Kräutertee, Wurzel-Tee

Die Silberdistel mit dem lateinischen Namen Carlina acaulis war 1997 die Pflanze des Jahres. Man findet die Silberdistel häufig auf Magerwiesen mit kalkhaltigem Boden. Sie gehört zu der Familie der Korbblütler. Sie ist auch unter dem Namen Eberwurzel bekannt. Die Pflanze ist geschützt, da der Bestand immer weiter zurückgeht.. Die Heilwirkung ist schon seit der Antike bekannt. Die giftige Wurzel der Pflanze wird gegen Krankheiten in der Human- und Tiermedizin eingesetzt. Es gibt jedoch nur wenig wissenschaftliche Belege für die Wirkungen.

Während der Blütezeit trägt die Pflanze rosa bis violette Blüten. Diese verschließen sich bei feuchtem Wetter. Deswegen ist sie auch unter dem Namen Wetterdistel bekannt. Von der Pflanze wird die Wurzel zu medizinischen Anwendung genutzt. Die Silberdistel ist als Tee, als Eberwurztinktur und Eberwurzwein im Handel erhältlich.

Silberdistel-Produkte

Wichtig: Die Pflanze enthält Carlinaoxid. Diese Substanz ist leicht giftig. Kaufen Sie daher nur kontrolliert hergestellte Produkte aus dem Handel und vermeiden Sie, einen Aufguss aus selbst gesammelten Pflanzen herzustellen. Zudem sollte der Tee äußerlich angewendet werden!

Folgende Produkte sind erhältlich:

  • Silberdisteltee: Rezepte finden sich bereits in alten Kräuterbüchern. Er ist für seine reinigende Wirkung auf Darm und Nieren bekannt und stärkt den Magen und die Nerven.
  • Wurzelpulver: Dieses kann bei den gleichen Beschwerden innerlich angewendet werden. Achten Sie auf die Verpackungshinweise.
  • Silberdisteltinktur: Die Tinktur wird mit Branntwein angesetzt und tropfenweise bei den oben beschriebenen Beschwerden eingenommen.
  • Silberdistelwein: Die Wurzel wird bei diesem Produkt in trockenen Weißwein eingelegt. Man trinkt ein kleines Glas Wein bei Magenbeschwerden.

Silberdistel-Aufguss: Wirkung

Die Pflanze enthält ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe Carlinaoxid, Carlinen, Enzyme, Flavonoide, Gerbstoffe und Inulin. Die Wurzel soll antibakteriell wirken, was am ätherischen Öl und dessen Inhaltsstoff Carlinaoxid liegt. Dieses ätherische Öl ist leicht giftig. Ihm wird dennoch nachgesagt, harntreibend zu sein und bei grippalen Erkältungen zuhelfen.

Äußerlich kann der Aufguss bei Hautausschlägen, Pilzerkrankungen sowie bei Ekzemen und Flechten eingesetzt werden. Belege für die Wirkung der Anwendungen stehen jedoch aus. Außerdem können allergische Reaktionen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Daher hat die Pflanze deutlich an Bedeutung in der Kräuter-Apotheke verloren.

Zubereitung

Bringen Sie etwa einen Teelöffel der getrockneten und fein geschnittenen Wurzel mit 250 ml Wasser zum Sieden. Kochen Sie die Mischung einige Minuten. Lassen Sie den Sud abkühlen und gießen Sie alles ab. Nutzen Sie die Flüssigkeit, um sie mit Watte auf die Haut zu bringen oder fertigen Sie Wickel an. Das Trinken ist nicht empfohlen. Wenn Sie es dennoch probieren wollen, trinken Sie wenige kleine Schlucke und nicht mehr als ein bis zwei Tassen.

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