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Malventee

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Malventee ist schon sehr lange als wirksames Heilmittel bekannt. Die heilige Hildegard von Bingen empfahl ihn schon im 12. Jahrhundert gegen unzählige Krankheiten.

Diese reichen von Schläfrigkeit, ständigen Kopfschmerzen bis zu Nierenschmerzen, Blockierungen des Harnapparates, Blutergüssen und Vergiftungen.

Die wilde Malve – Kurzporträt

Die bei uns bekannte Pflanze ist eine bescheidene, in zurückhaltenden Farbtönen gekleidete Blume. Es gibt zahlreich Unterarten. So reicht die Vielfalt von der Gartenmalve über die Königsmalve, die Krausmalve, die Moschusmalve usw. bis hin zur Feldmalve. Die Blüten sind meistens rosa, violett oder gelb. Die Blumenblätter haben die Form von Schmetterlingsflügeln.

Weil die Früchte ein käseförmiges Aussehen haben, nennt man die Blume volkstümlich Käsepappel oder Käsekraut.

Das Gewächs ist in Europa, Asien und Afrika verbreitet. Sie wächst recht zahlreich auf Wiesen, Weiden, an Waldrändern und auf Lichtungen – oder als Beetpflanze im heimischen Garten. Je nach Sorte rankt die dekorative Blütenpracht einen Meter hoch.

Für Hausmittel kommen Blätter (Folium malvae) und Blüten (Flos malvae) zum Einsatz. Der Inhalt der Pflanze enthält schleimartige Substanzen, ätherische Öle, Gerbstoffe und anderes. Zusätzlich ist es möglich, die Wurzeln und Samen für einen Aufguss zu nutzen.

Mauretanische Malve

Eine Unterart der Pflanze ist die Mauretanische Malve. Die Blume ist ursprünglich im Mittelmeergebiet beheimatet und ist dort eine beliebte Zier- und Honigpflanze. Für den Bedarf der pharmazeutischen Industrie wird die Malve in großflächigen Kulturen angebaut. Die Blüten und Blätter werden mit möglichst kurzem Stiel von Hand gepflückt. Die mauretanische Malve ähnelt der europäischen Variante. Für den Tee nutzt man Blüten und Blätter.

Wirkung

Die in der Malve enthaltenen heilenden Wirkstoffe können angeblich die Heilung von Erkältungen der oberen Luftwege, wie Husten, Angina, Bronchitis, Entzündungen der Schleimhäute, von Magen und Darmbeschwerden unterstützen. Auch als leichtes Abführmittel soll die Pflanze nützlich sein. Ein weiteres Anwendungsgebiet als Hausmittel ist die Haut. Die Wirkstoffe sollen bei Juckreiz, Entzündungsgeschwülste wie Insektenstichen, Ausschlägen wie Akne oder Altersflecken hilfreich sein. Die Malvenwurzel gilt zudem als natürliches Zahnpflegemittel, das vor Infektionskrankheiten im Mund und Rachenraum schützen soll.

Malventee – Zubereitung und Infos

Für die Zubereitung von Malventee nutzt man die bei uns heimische Wildform der Blume. Die feinen Blätter sollten Sie mit nur siedendem Wasser aufgießen und rund zehn Minuten ziehen lassen. Häufig sind Teile der Pflanze Bestandteil von Kräuterteemischungen. Geschmacklich passt die Pflanze gut zu Hibiskus.

Es gibt verschiedene Aufgussmöglichkeiten, die jeweils andere Zielsetzungen haben:

  • Aufguss: Nehmen Sie etwa 15 Blüten oder 20 Blätter oder 30 Prisen zerstoßene Wurzel oder eine fertige Mischung auf einen Liter heißem Wasser und lassen diesen Sud zehn Minuten ziehen. Dieser Tee wirkt angeblich bei Husten und Bronchitis, schmeckt aber auch ohne Anwendungsziel.
  • Absud: Nehmen Sie die gleichen Mengen wie beim Aufguss. Der Wurzelabsud wirkt angeblich bei Problemen mit der Verdauung.
  • Konzentrierter Absud: Für Kompressen, Lotionen, Klistiere, Gurgelwasser, Desinfizierung und Reinigung der Haut nutzen Sie eine konzentrierte Lösung. Übergießen Sie eine Handvoll ganzer Pflanzen mit einem Liter heißes Wasser und lassen sie den Sud ziehen. Dieser Absud wirkt angeblich mildernd bei Brandwunden, Akne, Insektenstichen, Hautflechten, Scheidenentzündungen usw.

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