Skip to main content

Malven Tee

Malven Tee ist schon sehr lange als wirksames Heilmittel bekannt. Die heilige Hildegard von Bingen empfahl ihn schon im 12. Jahrhundert gegen unzählige Krankheiten, von Schläfrigkeit, ständigen Kopfschmerzen bis zu Nierenschmerzen, Blockierungen des Harnapparates, Blutergüssen und Vergiftungen. Der Malventee hat auf fast alle Krankheiten, die von Entzündungen begleitet werden, eine unvergleichliche psoitive Wirkung.

Die Malve ist eine bescheidene, in ganz zurückhaltenden Farbtönen gekleidete Blume. Es gibt zahlreich Arten von Malven. So reicht die Artenvielfalt von der Gartenmalve über die Königsmalve, die Krausmalve, die Moschusmalve usw. bis hin zur Feldmalve. Die Malven sind hübsche, kleine Pflanzen deren Blüten meist rosa, violett oder gelblich aussehen. Die Blumenblätter haben die Form von Schmetterlingsflügeln. Weil die Früchte ein käseförmiges Aussehen haben, nennt man die Malve auch volkstümlich noch Käsepappel oder Käsekraut.

Die Malve ist in Europa, Asien und Afrika verbreitet. Sie wächst recht zahlreich auf Wiesen, Weiden, an Waldrändern und auf Lichtungen. Man kann die Malve auch im heimischen Garten anpflanzen, im April direkt ins Beet. Sie kann bis zu einem Meter groß werden und wirkt sehr dekorativ. Malven sind noch die mauritanische Malve (Malva mauritiana L.) Diese malvenart besitzt größere Blätter, ist aber sonst identisch mit der wilden Malve.

Wilde Malve

Selbst die Völker der Antike schätzten die Malve als Gemüse und Heilkraut. Auch Hildegard von Bingen empfahl schon im 12.ten Jahrhundert die Malve als Heilmittel gegen unzählige Krankheiten. Selbst die Ärzte des 16.ten Jahrhunderts hatten so viel Vertrauen zu der Heilkraft der Malve, dass sie empfahlen: „Jeder der täglich ein Malvengetränk (Malventee) zu sich nimmt, ist für den ganzen Tag vor jedem Krankheitsangriff geschützt!“.

Man findet die wilde Malve in Wäldern, zwischen Hecken, in Gebüschen und auf Ödland und sie hat überall die gleichen Vorzüge. Für Heilzwecke werden die Blätter (Folium malvae) und Blüten (Flos malvae) vor dem Aufblühen, zwischen Juni und August gesammelt. Die Blüten werden mit dem Kelch, jedoch ohne Stiel gepflückt. Anschließend werden Blätter und Blüten an einer gut gelüfteten Stelle, oder in einer Darranlage bei bis zu 35° C getrocknet. Die Blüten und Blätter erhalten beim Trocknen eine sehr hübsche blaue Farbe, die man bewahren kann, indem man sie vor Licht schützt.

Inhaltsstoffe der wilden Malve

Der Inhalt der Pflanze enthält Schleim, ätherische Oele, Gerbstoffe und andere Substanzen. Die Wurzeln werden nur leicht abgebürstet, da beim Waschen die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört werden, denn auch die Wurzeln kann man zu Heilzwecken verwenden. Blütezeit: Mai bis September, Sammelzeit: (Blätter) Juni bis September, (Blüten) Mai bis August. Für den Malven Tee werden die Blätter der Pflanze und die Wurzeln genutzt.

Mauretanische Malve

Die Mauritanische Malve ist ein zweijähriges Kraut, das ursprünglich im Mittelmeergebiet beheimatet ist und oft als Zier und Honigpflanze gezüchtet wird. Der gerade Stängel ist mit langstieligen, handförmigen Blättern bewachsen. Auf den langen Stielen, in den Blattachseln, entspringen große, rotviolette Blüten, die von Insekten bestäubt werden. Die Frucht ist eine Scheibe, die auseinanderfällt. Für den Bedarf der pharmazeutischen Industrie wird die Malve in großflächigen Kulturen angebaut. Die Blüten und Blätter werden mit möglichst kurzem Stiel von Hand gepflückt. Das Material wird in dünnen Schichten im Schatten oder in Darranlagen bis zu 35° getrocknet.

Inhaltsstoffe der mauretanischen Malve

Die mauretanische Malve enthält, wie auch bei der wilden Malve, Schleim, Gerbstoffe, ätherische Oele, Farbstoffe und andere Substanzen. Beide Materialien, ( Blüten und Blätter ) vor allem jedoch die Malvenblüten, bilden den Hauptbestandteil des Malven Tees.  Blütezeit: Juni bis September, Sammelzeit: (Blätter) Juni bis September, (Blüten) Juni bis August. Für den Malven Tee werden die Blätter der Pflanze und die Wurzeln genutzt.

Wirkung der Malve

Die in der Malve enthaltenen heilenden Wirkstoffe, ( Schleimstoffe, Gerbstoffe, organische Farbstoffe, Säuren und Vitamin C ) unterstützen auch die Heilung von Erkältungen der oberen Luftwege, wie Husten, Angina, Bronchitis, Entzündungen der Schleimhäute, von Magen und Darmbeschwerden. Auch als leichtes Abführmittel kann man den Malventee verwenden. Die Malve kann auch von inneren Verletzungen, wie Schleimhautschäden und Magengeschwüren schützen. Man kann die Malve auch äußerlich erfolgreich anwenden. Zum Beispiel, um Juckreiz auf der Haut zu beruhigen, oder Entzündungsgeschwülste (Insektenstiche) verschwinden zu lassen. Bei Hautausschlägen, wie Akne, oder Altersflecken kann man die Malve nur empfehlen. Es gibt nichts besseres für die Reinigung der Haut. Die Malvenwurzel ist auch ein vorzügliches Zahnpflegemittel gegen Infektionskrankheiten im Mund und Rachenraum.

Malven Tee

Für die Zubereitung von Malventee wird die Wildform der Malve, auch Teemalve genannt, genommen. Die Malvenblüten sind im getrockneten Zustand sehr fein und sollten deshalb nur mit schwach siedendem, nicht kochendem Wasser aufgegossen werden. Die Ziehzeit sollte etwa 10 Min. betragen.

In den Mischungen mit Kräutern und Früchten sind die Blüten und Blätter nicht so empfindlich und man kann sich in diesem Fall an den Hauptbestandteilen der Teemischung orientieren, auch was die Ziehzeit betrifft.

Tee aus Malvenblüten schmeckt ähnlich wie der Hibiskustee. Ist auch kein Wunder, denn bei den Planzen handelt es sich um nahe Verwandte. Der im Handel erhältliche Hibiskustee stammt von der afrikanischen Malve, hat aber ganz andere Inhaltsstoffe.

Malventee ist meist bekannt als „Hustentee“, aber er kann weit mehr.

Zubereitung und Anwendung von Malven Tee

Aufguss: Man nimmt etwa 15 Blüten oder 20 Blätter oder 30 Prisen zerstoßene Wurzel oder schon eine fertige Mischung auf einen Liter heißem Wasser und lässt diesen Sud 10 Min. ziehen. Zur Beruhigung von Husten und Bronchitis kann man drei bis vier Tassen Malventee täglich trinken.

Absud: Man nimmt die gleichen Mengen wie beim Aufguss. Der Wurzelabsud wirkt besonders gut bei Problemen mit der Verdauung.

Konzentrierter Absud: Für äußerliche Anwendungen: (Kompressen, Lotionen, Klistiere, Gurgelwasser, Desinfizierung und Reinigung der Haut ) eine Handvoll ganzer Pflanzen auf einen Liter heißes Wasser ziehen lassen. Dieser Absud wirkt mildernd bei Brandwunden, Akne, Insektenstichen, Hautflechten, Scheidenentzündungen u. s. w.

Das Pulver aus der Wurzel kann man als Zahnpasta und als Desinfizierungsmittel für Mund und Rachen benutzen.