Fencheltee

von | 08. August 2012 | Kräutertee, Samen-Tee

Fenchel (lateinischer Name: Foeniculum vulgare) wird auch noch Fenikel oder Fenkel genannt und zählt zu der Familie der Doldengewächse. Er stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, hat sich aber mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet. Es ist ein bis zu ein- bis zwei Meter hohes, kräftiges Gewächs mit großen, hellgelben Blütenschirmen und kleinen ca. einen Zentimeter langen spindelartigen Früchten. Der Fencheltee gilt als gesund und kommt bei verschiedenen Leiden zum Einsatz.

Fencheltee – das bekannte Hausmittel

Bereits die Griechen und Ägypter kannten schon die wohltuende Wirkung des Gewächses. Karl der Große verfügte per Gesetz im Jahre 812, Fenchel anzubauen. Der Bad Wörishofener Wasserdoktor Pfarrer Kneipp empfahl den Aufguss gegen Husten und Lungenleiden und als krampflösendes Mittel gegen Keuchhusten. Der heutige arzneilich eingesetzte Fenchel stammt aus Kulturen aus dem Mittelmeer, China, Bulgarien, Ungarn und Ägypten.

Wirkung

Für die Wirkung sind die ätherischen Öle in der Pflanze verantwortlich. Diese haben einen Anteil von bis zu sechs Prozent. Besonders wichtig ist das süßlich schmeckende Trans-Anethol (50 bis 70 Prozent) und das dem Kampfer ähnlichem Fenchon.

Die Blütezeit ist von Juli bis September. Gesammelt werden von August bis September die Früchte, allerdings ist die ganze Pflanze verwendbar. Die gepflückten Knospen werden im Schatten getrocknet. Im Juni werden die Blätter geerntet und unmittelbar vor der Reife im September die Samenkörner, die ebenfalls getrocknet werden. Die Wurzel wird am Ende des Herbstes aus der Erde genommen.

Fenchel gilt als beruhigend und entkrampfend und löst Blähungen. Für den Fencheltee nutzt man hauptsächlich den Samen, der einen aromatischen und süßen Geruch hat.

Fencheltee und Zubereitungsvarianten

Fenchel wird nicht nur in der Küche genutzt. Denn vor allem dem Tee wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. In den verschiedenen Mischungen gegen Husten-, Magen- und Darmbeschwerden sind die Samen enthalten. Außerdem gibt es auch Hustensaft mit Pflanzenbestandteilen und speziellen Tees für Babys und Kleinkinder bei Blähungen.

  • Rezept für Kinder bei Blähungen (sogenannte „Windtees“): Übergießen Sie einen gehäuften Teelöffel zerdrückte Fenchelfrüchte mit einem Viertelliter kochendes Wasser. Lassen Sie den Aufguss zehn Minuten ziehen. Gießen Sie alles ab und genießen Sie die wohltuende Wirkung. Bei Kindern gilt die Empfehlung, dreimal täglich eine Tasse in ungesüßter Form zu verabreichen.
  • Rezept für Fencheltee bei Husten und Erkältungen: Bei der Behandlung von Husten nutzen Sie die schleimlösende Wirkung. Nehmen Sie einen gehäuften Teelöffel Früchte und übergießen Sie diese mit einem Viertelliter kochendes Wasser. Lassen Sie den Sud zehn Minuten stehen und gießen Sie ihn dann ab. Trinken sie drei- bis fünfmal am Tag eine Tasse Fencheltee. Wer mag, kann den Tee mit Honig süßen.
  • Fencheltee zur Unterstützung von Diäten: Angeblich unterstützt der Aufguss eine Diät. Bereiten Sie einen Tee mit Fenchel und anderen Kräutern zu. Nehmen Sie zum Beispiel jeweils zwei Prisen Fenchel, zwei Prisen Anis und zwei Prisen Quendel auf einen Liter Wasser: Davon trinken Sie zwei bis drei Tassen täglich.

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