Thymian ist vielen Menschen als Gewürz in der Küche bekannt, manchmal gibt es diesen auch als Zusatzstoff in Arzneien. Aber auch als Tee ist er in der Naturheilkunden gefragt. Gerade in der Mittelmeerküste wird das Gewürzkraut gern eingesetzt und das schon seit vielen Jahren.
Die Pflanze ist in Mittel- und Südeuropa zu finden und blüht von Mai bis Oktober. Thymian zählt zu den Lippenblütlern und wird auch gerne Garten-Thymian, echter Thymian, Immenkraut, Zimis, Chöln und Demut genannt. Er hat kurz behaarte Stängel und wächst bis zu 40 cm in die Höhe. Er besteht aus vielen kleinen länglichen Blättern, welche an der Unterseite filzig behaart sind, die Oberseite hingegen ist absolut glatt. Thymian duftet aromatisch, wenn die Blätter zwischen den Fingern zerrieben werden. Das Gewächs ist wegen der intensiven Note in der mediterranen Küche als exzellentes Würzkraut beliebt. Weniger bekannt ist den meisten Menschen, dass sich aus dem Kraut ein interessanter Tee zubereiten lässt.
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Die Inhaltsstoffe der Pflanze sollen eine antibakterielle, entzündungshemmende und lindernde Wirkung bei Magen-Darm-Problemen haben. Der Genuss soll anregend, beruhigend, blutstillend, desinfizierend, krampflösend und pilztötend sein. Außerdem werden dem Kraut schmerzstillende, schleimlösende, schweißtreibende und tonisierende Effekte nachgesagt.
Einsatzbereiche
In der Naturheilkunde sind verschiedene Formen des Krauts im Einsatz. Als Aufguss nutzt man ihn für Umschläge auf der Haut. Als Tinktur soll er bei Rheuma und Gelenkschmerzen unterstützend wirken. Ein Dampfbad ist angeblich „desinfizierend“. Getrunken wirkt er angeblich bei typischen Erkältungsleiden.
Thymiantee wird vor allem bei festsitzendem Husten verabreicht. Das Kraut ist ein Teil der Rezeptur von verschiedenen Hustenmitteln. Die Wirkstoffe sollten dazu beitragen, dass der Schleim sich löst und abtransportiert wird. Erkältung sollen so angeblich natürlich und schneller abheilen.
Achtung: Auch wenn sich Thymiantee bei Asthma anbieten zu scheint: Der Genuss kann einen Anfall begünstigen! Grund sind die enthaltenen Öle.
Zubereitung von Thymiantee
Für die Zubereitung als Erkältungstee gelten die bekannten Vorgaben für Kräutertees. Nehmen Sie pro Tasse etwa einen Teelöffel voll getrockneten und zerkleinerten Thymian. Übergießen Sie diesen mit fast kochendem Wasser und lassen Sie den Sud fünf bis zehn Minuten ziehen. Gießen Sie den Aufguss ab und trinken Sie die Flüssigkeit.
Eine alternative Anwendung ist das Gurgeln bei Halsproblemen. Lassen Sie den Tee in diesem Fall abkühlen, bis er wenigstens lauwarm ist. Das beugt kleine Verbrennungen im Hals vor.