Bohnenkrauttee

von | 21. Mai 2017 | Kraut-Tee, Kräutertee

Das Bohnenkraut gehört in die Familie der Kräuter und man kann es frisch (aus dem eigenen Garten), getrocknet, gerebelt oder gemahlen nutzen. Es gehört zu der Familie der sogenannten Lippenblütengewächse (Lamiaceae). Man kennt es auch unter den Namen Pfefferkraut und Kölle. Aus dieser Pflanze lässt sich ein interessanter Aufguss bereiten. Der Bohnenkrauttee soll bei Magen- und Darmverstimmungen helfen und verdauungsfördernd sein. Den Aufguss aus dem bekannten Küchenkraut können Sie vielfältig anwenden. Er gilt sogar als Nervenstärkungsmittel und soll die sexuellen Aktivität fördern. Zudem kann er Husten lindern und bei Verschleimung der Atemwege einen positiven Effekt haben.

Bohnenkraut: Herkunft und Vorkommen

Während das Sommer-Bohnenkraut aus dem östlichen Mittelmeerraum stammt und auch auf den dortigen Inseln zu finden ist, wuchs das Winter-Bohnenkraut ursprünglich ausschließlich nur auf dem südeuropäischen Festland. Durch Benediktinermönche ist das Kraut im 9. Jahrhundert über die Alpen zu uns gekommen. Heute ist das Küchenkraut weit verbreitet und es gibt viele verschiedene Arten davon. Man findet es in Mittel- und Südeuropa, in Westasien, in Südafrika und Nordamerika.

Das Sommer-/Gartenbohnenkraut (Satureja hortensis) ist eine einjährige Pflanze. Das Winter-/Bergbohnenkraut (Satureja montana) blüht mehrjährig. Das Gewächs ist eine Pflanze, die einen niedrigen Strauch graurötlichen Zweigen bildet. Die geraden Blätter sind gegenständig. In den Achseln dieser Blätter wachsen auf kurzen Stielen kleine violettfarbige Blüten. Die Früchte sind Hartfrüchte. Meistens wird das Gewürz auf Feldern und in Gärten angebaut. Es benötigt einen lockeren nährstoffreichen Boden. Die Blütezeit ist von Juli bis August, die Sammelzeit ist von Juni bis September.  Zur Nutzung sammeln Sie die oberen Teile der Pflanze, das Kraut. Schneiden Sie die Pflanze dabei etwa fünf Zentimeter über dem Boden ab. Das gesammelte Kraut lassen Sie trocknen. Lassen Sie es im Schatten liegen oder hängen Sie es in kleinen Garben gebunden an trockenen Stellen auf.

Wirkstoffe

Bohnenkraut enthält folgende Wirkstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, kleine Mengen an Thymol, Gerbstoffe, Carvacrol, p-Cymen, Terpinen, a-Pinen, Dipenten, Borneol, 1-Linalool, Terpineol und 1-Carvon. Die Pinene sind für den würzigen Geruch und Geschmack verantwortlich. Carvacol ist der Inhaltsstoff, der entzündungshemmend wirkt. Terpene sind bekannt für ihre verdauungsfördernde Wirkung. Meistens nutzt man Bohnenkraut als Gewürz zu Hülsenfrüchten, da es beim Verzehr die auftretenden Krämpfe und Blähungen mildern kann. Auch bei anderen schweren und fettreichen Mahlzeiten unterstützt es die Verdauung. Verantwortlich dafür sind die enthaltenen Gerbstoffe. Außerdem gelten folgende Wirkungsweisen in schwacher Form als gesichert: aphrodisierend, antibakteriell, blähungswidrig, entzündungshemmend, hautreinigend, krampflösend, nervenstärkend, belebend, stimmungsaufhellend, schweißtreibend und verdauungsfördernd.

Die Zubereitung von Bohnenkrauttee

Zur Zubereitung nehmen Sie zwei Teelöffel getrocknetes Bohnenkraut. Dieses übergießen Sie mit 250 ml kochendem Wasser. Danach lassen Sie den Aufguss zehn Minuten verdeckt ziehen. Seihen Sie danach alles ab. Trinken Sie über den Tag ungesüßt bis zu drei Tassen von dem Tee.

Für die äußerliche Anwendung – zum Beispiel zur Reinigung der Haut –  bereiten Sie den Aufguss etwas anders zu. Nehmen Sie hierfür einen Esslöffel Bohnenkraut und übergießen Sie  es mit einer Tasse kochendem Wasser. Lassen Sie alles einige Minuten ziehen und gießen Sie dann den Sud ab. Tauchen Sie eine Kompresse oder Wattebausche in den Bohnenkrauttee und legen Sie diese einige Minuten ins Gesicht.

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