Pestwurztee

von | 05. Mai 2016 | Kräutertee, Wurzel-Tee

Pestwurztee wird aus einer Pflanze gewonnen, die in früheren Jahren als Schönheitswässerchen bei Frauen genutzt wurde. Schon im 18. Jahrhundert war sie als Heilpflanze bekannt und bei Husten und Asthma eingesetzt. Die Pestwurz gehört zu der Familie der Korbblütengewächse und hat kleine rotschmutzige Blüten, die zu einer endständigen Traube heranwachsen. Der Stängel ist dick und kann bis zu 40 cm hoch sein.

Wo wächst Pestwurz, wo findet man die Pflanze?

Die Pestwurz ist in Europa eine sehr weit verbreitete Pflanze, die man ruhig pflücken darf. Man findet Sie vor allem dort, wo es feucht ist. Also an Bachufern oder aber an feuchten Stellen im Wald. Auch in Nordamerika und Asien ist die Pestwurz zu finden. Ihre Blütezeit ist zwischen März und Mai. Gesammelt werden die Blätter (im Mai) und die Wurzel (im ganzen Frühling).

Pestwurztee: die Wirkung als Aufguss

Achtung: Die Pflanze enthält giftige Substanzen! Die Pyrrolizidinalkaloide sind giftig und können Krebserkrankungen begünstigen. Daher sollten Sie niemals selbst gesammelte Pflanzen nutzen, sondern immer auf Produkte aus dem Handel zurückgreifen, die den Hinweis „PA-frei“ enthalten. Diese Angebote sind frei von den schädlichen Substanzen.

Die Pestwurz hat als Inhaltsstoffe Pestasinen, schwankende Pyrrolizidinalkaloide und ätherische Öle. Deshalb soll der Aufguss eine schmerzstillende Wirkung haben. Außerdem soll er bei Husten krampflösend wirken. Der Aufguss wird bei vielen weiteren Formen von Krämpfen eingesetzt. Das gilt auch bei Migräne, Asthma und Herzbeschwerden. Gegen Heuschnupfen soll er ebenso wirken. Dabei soll er eine ähnliche Wirkung wie Antihistaminika haben. In früheren Zeiten wurde der Sud sogar gegen Würmer und als schleimlösendes Mittel eingesetzt.

Zubereitung

Der Pestwurztee ist leicht herzustellen. Kaufen Sie ein PA-freies Angebot. Bringen Sie ein Viertelliter Wasser zum Kochen und übergießen Sie die Pflanzenteile damit. Lassen Sie den Sud 15 Minuten ziehen. Gießen Sie alles ab. Sie können das Ergebnis äußerlich anwenden oder in kleinen Schlucken zu sich nehmen. Die Maximalmenge sollte nur zwei Tassen betragen. Schwangere und Personen mit Leberschäden sollten auf den Aufguss verzichten.

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