Weidenröschentee

von | 23. März 2017 | Kraut-Tee, Kräutertee

Aus dem kleinblütigen Weidenröschen lässt sich ein Tee zubereiten, dem ein positiver Effekt bei Prostatabeschwerden nachgesagt wird. Daher heißt die Pflanze auch Männerkraut. Das kleinblütige Weidenröschen ist ein beliebtes Heilkraut. Der botanische Namen ist Epilobiium parviflorum. Es zählt zu der Pflanzenfamilie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae).

Geschichten

Früher wurde das Gewächs in Europa verwendet, um den Blitz fernzuhalten. Den Wöchnerinnen legte man nach der Geburt eine mit dem Kraut gefüllte Matratze ins Bett, um das Wohlbefinden von Mutter und Kind zu verbessern. In Nordamerika benutzten die Schamanen einiger Indianerstämme die Pflanze, um sie als Krautmischung mit anderen Sorten zu rauchen oder räuchern. Das Ergebnis war eine Trance.

Das Männerkraut

Es ist als Männerkraut bekannt und wurde schon im Mittelalter bei Prostatabeschwerden oder bei Beschwerden beim Wasserlassen angewendet. Das Gewächs war lange Zeit als Heilpflanze unbekannt. Maria Treben entdeckte vor einigen Jahrzehnten die mögliche Wirkung auf die Prostata und verbreitete ihre Erkenntnisse durch Schriften und Vorträge. Seitdem gilt das Kraut als beliebte Heilpflanze bei Männerleiden.

Wo ist das kleinblütige Weidenröschen zu finden?

Das kleine Weidenröschen ist in den gemäßigten Zonen in Europa und Nordamerika heimisch. Es ist eine anspruchslose Pflanze, die man nahezu überall finden kann: an Ufern, auf wilden Wiesen, auf Waldlichtungen, in Auwäldern, auf Schuttplätzen und in heimischen Gärten. Die mehrjährige, etwas unscheinbare Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Aus der Rosette wächst ein runder Stängel, an dem längliche Blätter sprießen, deren Rand leicht gezähnt ist. Ab Juli erscheinen an der Spitze weiße bis hellrosafarbene, winzige Blüten mit vier kleinen Blütenblättern, die in der Mitte eine Kerbe haben. Die Blüten sitzen in traubenähnlicher Form auf schmalen Schoten. Später springen diese Schoten auf und lassen die an baumwollartigen Fasern wachsenden Samen ins Freie. Die Sammelzeit ist von Juli bis September. Gesammelt wird das blühende Kraut ohne Wurzeln. Man schneidet es dafür dicht über dem Boden ab und bindet es in kleine Bündeln und trocknet alles an einem luftigen Ort. Die kleinen weißen bis hellrosa Blüten des kleinen Weidenröschens, kann man auch als Garnierung für frische Salate verwenden.

Wirkung

Die Wirkstoffe haben angeblich einen positiven Effekt auf die Prostata. Nach Maria Treben, kann man das Kraut gegen Prostata-Vergrößerung und Prostata-Entzündungen verwenden. Ebenso wird es bei Blasenerkrankungen eingesetzt. Angeblich kann es sogar bei Krebserkrankungen einen unterstützenden Effekt bei der Therapie haben. In allen Fällen ist jedoch unbedingt der Arzt um Rat zu fragen.

Verschiedene wissenschaftliche Forschungen haben gezeigt, dass die Wirkstoffe des Weidenröschens bestimmte Bakterien hemmen, die für akute und chronische Prostatitis als Prostataentzündung verantwortlich sind. Eindeutig belegt ist der Effekt in großen Probantengruppen noch nicht. Erfahrungsberichte von Teetrinkern lassen jedoch zumindest erahnen, dass der Aufguss tatsächlich entzündungshemmend, antibakteriell und harntreibend ist.

Männertee: Zubereitung von Weidenröschentee

Um den sogenannten Männertee zuzubereiten, nehmen Sie einen bis zwei Teelöffel vom getrockneten Kraut des kleinblütigen Weidenröschens. Kochen Sie dieses mit einer Tasse heißem Wasser auf. Lassen Sie den Sud fünfzehn Minuten ziehen. Trinken Sie den Tee warm in kleinen Schlucken. Dann soll sich die Wirkung am besten entfalten. Wenn Sie frisches Weidenröschenkraut verwenden, sollte der Aufguss nur fünf Minuten ziehen.

Empfehlungen lauten, über drei Wochen zwei bis drei Tassen täglich zu trinken. Am besten sollten Sie den Weidenröschentee morgens auf nüchternen Magen und abends vor dem Schlafen zu sich nehmen.

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